Cherrytomaten, Salattomaten

Cherrytomaten vs. Salattomaten: Neue Studie belegt Nährstoff-Vorteil

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 07:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kleine Tomatensorten enthalten mehr wertvolle Pflanzenstoffe. Eine Studie zeigt zudem einen messbaren Rückgang des Leberfettwerts durch täglichen Verzehr.

Minitomaten: Mehr Lycopin und positiver Effekt auf die Lebergesundheit
Frische, glänzende Cherrytomaten auf einem dunklen Holztisch in einer professionellen Food-Fotografie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Cherry- und Datterino-Tomaten enthalten deutlich mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe als große Salattomaten. Das belegen aktuelle Studien, die zudem neue Erkenntnisse zur Lebergesundheit liefern.

Der Schalen-Bonus: Warum Minitomaten mehr können

Der entscheidende Faktor ist das Verhältnis von Schale zu Fruchtfleisch. Viele wertvolle Inhaltsstoffe sitzen direkt in oder unter der Schale – und davon haben kleine Tomaten einfach mehr. Eine italienische Studie aus dem Jahr 2023 zeigte: Cherrytomaten enthalten mehr als doppelt so viel Lycopin wie herkömmliche Salattomaten. Auch bei Polyphenolen und Flavonoiden liegen die Minis vorn.

Spezielle Züchtungen wie die dunkle Yoom-Tomate setzen zusätzlich auf Anthocyane. Die Schweizer Kette Coop verkauft solche Sorten für rund 19,80 CHF pro Kilogramm. Interessant: Bei Tomaten ist also die Größe der Nährstoff-Indikator – bei anderen Gemüsesorten wie Peperoni entscheidet dagegen die Farbe über den Vitamingehalt.

Leberfett reduziert: Was eine neue Studie zeigt

Italienische Forscher veröffentlichten 2026 in der Fachzeitschrift „Nutrients" Daten zu Tomaten und Lebergesundheit. Die Studie begleitete 79 Probanden mit metabolisch assoziierter steatotischer Lebererkrankung (MASLD) über sechs Wochen. Die Teilnehmer aßen täglich 200 Gramm rohe Tomaten plus 50 Gramm Tomatensauce – das Ergebnis: Der Leberfettwert (CAP) sank um 35 dB/m, in der Kontrollgruppe nur um 18 dB/m. Körpergewicht und Stoffwechselwerte blieben unverändert. Die Forscher selbst stufen die Ergebnisse als vorläufig ein.

Metaanalysen stützen zudem den Zusammenhang zwischen regelmäßigem Tomatenverzehr und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – dank Lycopin. Auch für die Augengesundheit sind Inhaltsstoffe wie Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin gut dokumentiert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt übrigens maximal zwei Karotten täglich, um den Vitamin-A-Bedarf zu decken, ohne eine gelbliche Hautverfärbung durch Carotinoid-Ablagerungen zu riskieren.

Anzeige

Die neue Studie zeigt: Schon 200 g rohe Tomaten täglich können den Leberfettwert deutlich senken. Welche Sorten am meisten Lycopin liefern und wie Sie Ihre Leber mit einfachen Mitteln unterstützen, verrät der kostenlose Leber-Guide. Jetzt kostenlosen Leber-Guide anfordern

Tomaten als Forschungsobjekt: Stickstoff aus der Luft

Die Universität Freiburg untersucht Tomaten als Modellpflanzen für nachhaltige Landwirtschaft. Forscher testen, ob die Pflanzen mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff direkt aus der Luft binden können. Entscheidend ist das Protein SYFO2. Zum Einsatz kommt moderne Gentechnik wie CRISPR/Cas. Das Ziel: langfristig weniger mineralischer Stickstoffdünger. Bis zur praktischen Anwendung dürfte es allerdings noch dauern.

Jetzt im Garten: Pflege für kräftige Ernten

Ende Juli bis Anfang August steht im Tomatenbeet die entscheidende Pflege an. Experten empfehlen, die unteren Blätter unterhalb der ersten Fruchttraube zu entfernen – das beugt Braunfäule vor. Zeigt sich Blütenendfäule, deutet das auf Calciummangel hin. Ein simpler Trick: gelegentlich eine Calcium-Brausetablette im Gießwasser auflösen.

Clever reinigen und zubereiten

Anzeige

Sie sorgen sich um Ihre Leber, wissen aber nicht, welche Lebensmittel wirklich helfen? Der 7-Tage-Plan mit leberfreundlichen Rezepten und einer Einkaufsliste nimmt Ihnen die Entscheidung ab – basierend auf aktuellen Studienergebnissen. 7-Tage-Plan jetzt sichern

Kann ein Natronbad Pestizide besser entfernen als Wasser? Eine US-Studie sagt: ja – bei bestimmten Mitteln wie Thiabendazol wirkt ein 12- bis 15-minütiges Bad effektiver. Doch Vorsicht: Zu langes Einweichen beeinträchtigt das Aroma und spült wasserlösliche Vitamine aus. Und gegen systemische Pestizide, die ins Fruchtinnere gelangt sind, hilft ohnehin kein Waschen. Experten raten: gründliches Waschen mit Wasser reicht in der Regel.

In der Küche punkten aromatische Sorten wie Datterino-Tomaten – etwa in der klassischen Panzanella. Trockene Tomaten entfalten ihr Aroma am besten, wenn man sie in einer Mischung aus Weißwein und Wasser einweicht. Bei Galettes mit wasserreichem Gemüse wie Tomaten (94 Prozent Wassergehalt) verhindert eine Mandelschicht auf dem Teig das Durchweichen des Bodens.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69917979 |