Chest, Pain

Chest Pain Units: DGK veröffentlicht bundesweit verbindliches Pflege-Curriculum

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 03:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Mainzer Weiterbildungskonzept gilt nun bundesweit als verbindliche Qualifikationsgrundlage für Pflegefachkräfte in kardiologischen Notfalleinheiten.
Moderner, steriler Krankenhausflur vor einer kardiologischen Notaufnahme mit hellem, natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat ein an der Universitätsmedizin Mainz entwickeltes Curriculum für die berufsbegleitende Fachweiterbildung zum Pflegeexperten in Chest Pain Units veröffentlicht.

Der Beitrag erschien im Jahr 2026 in der Fachzeitschrift „Die Kardiologie“. Damit liegt erstmals ein bundesweit einheitlicher Qualifizierungsstandard vor, der als verbindliche Grundlage für den Erwerb der Zusatzqualifikation Chest Pain Unit für Gesundheitsfachberufe in diesen spezialisierten Notaufnahmeeinheiten dient.

Einheitliche Richtlinien für spezialisierte Notfalleinheiten

Chest Pain Units sind auf die rasche Abklärung und Erstbehandlung von Patientinnen und Patienten mit akuten Brustschmerzen spezialisiert. Das nun publizierte Curriculum definiert systematisch die fachlichen Kenntnisse, praktischen Fähigkeiten und Kompetenzen, die für die anspruchsvolle Arbeit in diesen kardiologischen Einheiten erforderlich sind.

Die Konzeption und Ausarbeitung der standardisierten Weiterbildung erfolgte an der Universitätsmedizin Mainz durch Gabriele Maas und Dr. Sebastian Sonnenschein. Ziel der Strukturierung ist es, den Versorgungsstandard in der Akutkardiologie durch eine klar geregelte fachliche Qualifikation des beteiligten Personals verlässlich abzusichern.

Bausteine und Struktur der Fachweiterbildung

Inhaltlich deckt das Qualifizierungsprogramm ein breites medizinisches Spektrum ab. Zu den Schwerpunkten gehören:

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Mit dem neuen Curriculum liegt erstmals ein bundesweit einheitlicher Standard für die Pflegequalifikation in Chest Pain Units vor. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, welche Kompetenzen gefordert sind und wie Sie Ihr Team darauf vorbereiten. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

  • Medizinische Grundlagen und vertiefte Kenntnisse der Akutkardiologie
  • Fundierte EKG-Diagnostik
  • Abläufe und Spezifika im Herzkatheterlabor
  • Notfallmanagement in kritischen Behandlungssituationen
  • Absolvierung eines strukturierten Reanimationskurses

Die Fachweiterbildung wird berufsbegleitend absolviert, um eine enge Verzahnung von theoretischem Unterricht und klinischer Praxis zu gewährleisten. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs wird die Zusatzqualifikation mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vergeben.

Etabliertes Modell als Basis für den Bundesstandard

Der Veröffentlichung des Curriculums geht eine langjährige Lehrpraxis am universitären Standort in Mainz voraus. Das Schulungskonzept wurde dort bereits im Jahr 2006 erstmals unterrichtet. Im Oktober 2026 startete an der Universitätsmedizin Mainz bereits der 17. Weiterbildungskurs dieses Formats.

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Mit der bundesweiten Veröffentlichung der Mainzer Konzeption über die Fachgesellschaft wird das etablierte Schulungsmodell nun zum verbindlichen Maßstab für kardiologische Notfalleinheiten in ganz Deutschland ausgeweitet.

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