Chrome-Erweiterungen, Manifest

Chrome-Erweiterungen: Manifest V2 endet am 31. August 2026

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 23:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google schließt den Chrome Web Store für alte Erweiterungen. Adblocker und Datenschutz-Tools sind besonders betroffen.

Google beendet Ära: Alte Chrome-Erweiterungen verschwinden
Chrome-Erweiterungen - Stilisierte Browser-Oberfläche mit rotem 'X' über 'V2' und grünem Haken über 'V3', symbolisiert den Übergang von Manifest V2 zu V3. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der 31. August 2026 ist der Stichtag: Dann verschwinden alle alten Chrome-Erweiterungen aus dem offiziellen Store. Für Millionen Nutzer könnte das böse Überraschungen bringen.

Seit Juli 2025 läuft der Countdown, nun wird er konkret. Google hat das endgültige Aus für alle Erweiterungen auf Basis von Manifest V2 verkündet. Nach dem 31. August 2026 ist Schluss: Keine neuen Installationen, keine Updates mehr über den Chrome Web Store. Die Ära der alten Add-ons endet endgültig.

Was passiert mit bestehenden Erweiterungen?

Noch laufen die alten Erweiterungen auf Chrome-Version 138 und älter. Doch wer sie deinstalliert, kann sie nicht mehr neu installieren. Auch Updates bleiben aus. Ab Chrome 139 läuft nur noch das neue System Manifest V3. Ein klarer Schnitt – und für viele Nutzer eine Zäsur.

Der große Streit: Adblocker im Visier

Genau hier liegt der Zündstoff. Manifest V3 schränkt die Möglichkeiten von Erweiterungen massiv ein, Netzwerkanfragen zu manipulieren. Das trifft vor allem Adblocker und Datenschutz-Tools hart. Tools wie uBlock Origin, die unter V2 hervorragend funktionierten, sind unter V3 nur noch eingeschränkt nutzbar.

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Google verspricht mehr Sicherheit und Performance. Die Entwickler von Privatsphäre-Tools sehen das anders: Sie fürchten, dass die neuen Regeln das Blockieren unerwünschter Inhalte nahezu unmöglich machen. Ein handfester Konflikt zwischen Sicherheitsversprechen und Nutzerkontrolle.

Die Konkurrenz schläft nicht

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Während Google den Stecker zieht, wittern andere ihre Chance. Firefox bleibt dem alten Standard treu und unterstützt Manifest V2 weiter. Brave geht noch einen Schritt weiter: Version 1.92.134 erkennt alte Erweiterungen automatisch und ersetzt sie durch hauseigene Alternativen. Ein cleverer Schachzug, um enttäuschte Chrome-Nutzer abzugreifen.

Für alle, die auf ihre alten Add-ons angewiesen sind, wird die Wahl des Browsers ab September zur entscheidenden Frage. Der Kampf um die Browser-Marktanteile dürfte damit neu entfacht sein.

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