Chronische, RĂŒckenschmerzen

Chronische RĂŒckenschmerzen: Mehr als die HĂ€lfte der FĂ€lle in Großburgwedel

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Klinik behandelt vor allem chronische RĂŒckenschmerzen; laut eigenen Angaben bessern sich Beschwerden bei bis zu 90 Prozent der Patienten.
Ein heller, moderner Klinikflur mit schlichter Architektur, der eine ruhige und professionelle Heilungsumgebung vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Die Klinik fĂŒr Spezielle Schmerztherapie des KRH Klinikums Region Hannover hat am 6. November 2026 ihren Ursprungsstandort in Großburgwedel an der Fuhrberger Straße 8 wieder bezogen. Nach vier Jahren am Standort Lehrte stehen dem Fachbereich nun sanierte RĂ€umlichkeiten auf einer Station im dortigen BestandsgebĂ€ude zur VerfĂŒgung.

An den BehandlungskapazitÀten Àndert der Umzug zunÀchst nichts: Sowohl die Bettenzahl als auch die PersonalstÀrke bleiben auf dem bisherigen Stand, wenngleich eine langfristige Erweiterung denkbar bleibt.

Das interdisziplinĂ€re Team umfasst rund 50 BeschĂ€ftigte. Dazu zĂ€hlen zehn Ärzte, fĂŒnf Psychologinnen sowie spezialisierte PflegekrĂ€fte, sogenannte Pain Nurses, und Physiotherapeuten. Die Ă€rztliche Besetzung setzt sich aus FachkrĂ€ften der OrthopĂ€die und Unfallchirurgie, der Allgemeinchirurgie und der AnĂ€sthesie zusammen. Das Einzugsgebiet der Spezialklinik ist ĂŒberregional; Patienten reisen aus allen nördlichen BundeslĂ€ndern an.

Multimodaler Therapieansatz und hÀufigste Krankheitsbilder

Die stationĂ€re Versorgung richtet sich an Patienten mit komplexen Schmerzsyndromen. Die Fallverteilung weist dabei deutliche Schwerpunkte auf: Über die HĂ€lfte der FĂ€lle betrifft chronische RĂŒckenschmerzen. Die zweitgrĂ¶ĂŸte Gruppe bilden Nervenschmerzen (Neuropathien), gefolgt von chronischen Kopfschmerzen als dritthĂ€ufigstem Behandlungsgrund.

Das Behandlungskonzept basiert auf einem multimodalen Ansatz. Dieser verknĂŒpft die Ă€rztliche Behandlung systematisch mit physiotherapeutischen Einheiten und psychologischer Begleitung. Im Rahmen des medikamentösen Spektrums werden unter engmaschiger Überwachung unter anderem auch Antidepressiva, Neuroleptika, medizinisches Cannabis sowie Botox eingesetzt.

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Die Wirksamkeit des Programms wird im Rahmen von Vorher-Nachher-Befragungen erhoben, die von den Krankenkassen vorgeschrieben sind. Nach Angaben der Klinik fĂŒhrt die Therapie bei bis zu 90 Prozent der behandelten Personen zu einer spĂŒrbaren Besserung der Beschwerden.

Kriterien fĂŒr die stationĂ€re Aufnahme und Behandlungsablauf

FĂŒr eine Aufnahme in die Spezialstation gelten festgelegte medizinische Bedingungen. Neben einer regulĂ€ren Einweisung mĂŒssen Betroffene mindestens drei von vier definierten Kriterien erfĂŒllen:
* Schmerzsymptome, die seit mehr als drei Monaten bestehen
* Eine nachweislich gescheiterte ambulante fachÀrztliche Behandlung
* Eine ausgeprÀgte seelische Belastung durch die Schmerzsymptomatik
* Das Vorliegen einer schweren Begleiterkrankung

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Der Behandlungsprozess beginnt mit einer intensiven Vor-Ort-Anamnese, die bis zu vier Stunden dauern kann. Der anschließende vollstationĂ€re Aufenthalt umfasst in der Regel einen Zeitraum von zwei Wochen. Mit Ausnahme von medizinisch dringenden FĂ€llen liegt die regulĂ€re Wartezeit auf einen Behandlungsplatz zwischen zwei und drei Monaten.

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