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Claude Code: Forscher umgeht Sicherheit in Opus 5 mit 60-80% Erfolg

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 21:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsforscher Johann Rehberger brachte Claude Code per präparierter Website zur Codeausführung. Anthropic bewertete den Fall als informativ.

Anthropic: Forscher umgeht Schutz von Claude Code per Prompt-Injection
Dunkler Serverraum mit beleuchteten Server-Racks und einem herabhängenden Netzwerkkabel in einer industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Sicherheitsforscher Johann Rehberger hat eine Schwachstelle in der automatisierten Programmierumgebung Claude Code von Anthropic identifiziert. Berichten zufolge gelang es ihm, die Sicherheitsvorkehrungen der sogenannten Auto-Mode-Funktion in der Version Opus 5 zu umgehen. Durch eine gezielte Prompt-Injection erreichte der Forscher eine Erfolgsquote von 60-80 % bei dem Versuch, unbefugten Zugriff auf Systemfunktionen zu erlangen.

Komplexe Angriffskette ermöglicht Code-Ausführung

Die von Rehberger dokumentierte Angriffskette nutzte die Fähigkeit der Künstlichen Intelligenz (KI) aus, Webinhalte zusammenzufassen und externe Ressourcen zu verarbeiten. Der Prozess startete mit der Zusammenfassung einer präparierten Website, die das System dazu veranlasste, eine ZIP-Datei herunterzuladen. In diesem Archiv befand sich eine bösartige Datei mit dem Namen struct.py.

Durch die automatisierte Verarbeitung dieser Datei konnte eine sogenannte Remote Code Execution (RCE) realisiert werden. Dabei gelang es, das System zur Ausführung von beliebigem Code zu bewegen.

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Der Angriff verknüpfte mehrere technische Schritte, darunter den Einsatz des Datenübertragungstools curl, die Extraktion von Archivdateien sowie die Generierung von Python-Code. Ein wesentlicher Bestandteil der Methode war das sogenannte Modul-Shadowing, bei dem ein bösartiges Modul innerhalb der Python-Umgebung platziert wird, um legitime Funktionen zu überlagern.

Anthropic stuft Sicherheitsrisiko als informativ ein

Der KI-Entwickler Anthropic wurde über die Ergebnisse der Untersuchung informiert. Das Unternehmen habe den Fall laut vorliegenden Informationen als „informativ“ eingestuft und die Angelegenheit daraufhin geschlossen. Damit signalisierte der Anbieter, dass die Erkenntnisse zwar zur Kenntnis genommen wurden, jedoch kurzfristig keine weitreichenden Änderungen an der Sicherheitsarchitektur für diesen spezifischen Fall eingeleitet wurden.

Anthropic verwies in diesem Zusammenhang auf eigene Sicherheitsüberprüfungen. In internen Tests habe das Unternehmen 72 verschiedene Szenarien untersucht, bei denen die Erfolgsquote für vergleichbare Angriffe bei 0 % gelegen habe. Es wurde jedoch angemerkt, dass die spezifische von Rehberger entwickelte Angriffsmethode in diesen ursprünglichen Szenarien nicht enthalten war.

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