ClickLock Stealer: Neue macOS-Malware stiehlt Passwörter und Wallets
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 20:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apples Time Machine bleibt der Standard für Mac-Nutzer – doch professionelle Anwender setzen zunehmend auf Drittanbieter-Lösungen. Aktuelle Analysen zeigen, wo die Grenzen der integrierten Software liegen und welche Alternativen sich lohnen.
macOS Tahoe: So tickt das Backup-System
Technische Untersuchungen der aktuellen Version macOS 26.5.2 Tahoe offenbaren, wie der Duet Activity Scheduler (DAS) die Systemressourcen während Backups verwaltet. Beim Systemstart initialisiert das Betriebssystem mindestens 701 Hintergrundaktivitäten. Der automatische Intervall für Time Machine liegt intern bei 1800 Sekunden, wird aber meist durch benutzerdefinierte Einstellungen – etwa 3600 Sekunden – überschrieben.
Das erste Backup nach dem Hochfahren startet mit einer Verzögerung von 300 Sekunden. Experten raten Nutzern mit Leistungsproblemen oder Speicherproblemen zu einem Neustart: Das erzwingt eine Neuindizierung der Systemdaten. Wer zudem Time Machine auf manuellen Modus umstellt, verhindert die Ansammlung versteckter lokaler Snapshots, die wertvollen Speicherplatz fressen.
Die Grenzen von Time Machine
Für den gelegentlichen Gebrauch reicht Apples Lösung völlig aus. Doch Branchenkenner weisen auf entscheidende Lücken hin: Fehlende flexible Archivierung, keine Laufwerks-Klon-Funktion und keine native Offsite-Sicherung. Profis setzen deshalb auf die bewährte 3-2-1-Regel: Drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Medientypen, eine Kopie extern gelagert.
Typische Setup im Jahr 2026: Ein MacBook Pro M4 Max mit Multi-Terabyte-SSDs in Kombination mit einem NAS-System. DafĂĽr haben sich mehrere Drittanbieter-Tools etabliert:
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- Carbon Copy Cloner: Rund 45 Euro – die erste Wahl für bootfähige Klone
- Acronis True Image: Ab 50 Euro pro Jahr, die Premium-Variante fĂĽr 73 Euro inkludiert 250 GB Cloud-Speicher
- Phosphor: Ein neuer Open-Source-iOS-Gerätemanager (MIT-Lizenz) für macOS, erschienen am 18. Juli. Er unterstützt Voll- und inkrementelle Backups für iOS 17 bis 26+ und bietet geplante Sicherungen sowie Time-Machine-Integration
Cloud-Speicher wird teurer – und komplexer
Die Preislandschaft für Cloud-Backups verändert sich rasant. Apple One hat kräftig angezogen: Der Premier-Tarif kostet nun umgerechnet knapp 37 Euro pro Monat, der Family-Tarif rund 26 Euro. Nur der Einzeltarif bleibt bei etwa 18,50 Euro stabil.
Auch Google dreht an der Preisschraube: Seit dem 7. Juli zählen alle Android-Backup-Daten – inklusive SMS und Anruflisten – zum persönlichen Speicherkontingent. Das schlägt im Schnitt mit 40 MB zu Buche. Bestandskunden haben eine 45-tägige Übergangsfrist.
Im Hardware-Bereich sorgt Ubiquiti für Aufsehen: UniFi Drive 4.0 ermöglicht seit dem 19. Juli automatische, lokale Fotobackups für iPhones – ganz ohne Abo. Ein Health Monitor nutzt SMART-Daten, und Microsoft-365-Daten lassen sich in mehreren Versionen cloudfrei sichern. Wer langfristig auf Cloud setzen will, findet bei Anbietern wie Koofr 1 TB Speicher für rund 150 Euro – das Angebot gilt noch bis zum 30. Juli.
Neue Malware zielt auf Passwörter
Die Dringlichkeit durchdachter Backup-Strategien unterstreicht ein aktueller Sicherheitsvorfall. Am 20. Juli wurde ClickLock Stealer identifiziert – eine Schadsoftware, die sich als macOS-Anmeldefenster tarnt. Sobald das Opfer sein Passwort eingibt, sperrt der Trojaner das Gerät und stiehlt Browserdaten sowie Kryptowährungs-Wallets.
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Die Verbreitung erfolgt hauptsächlich über gefälschte CAPTCHA-Seiten. Betroffen sind bisher Nutzer in den USA, Italien und Großbritannien. Sicherheitsexperten empfehlen als wirksamen Schutz: Offline, versionierte Backups – sie sind immun gegen Erpressungsversuche und Datenverlust.
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