Cloud-Speicher, Behörde

Cloud-Speicher: Ägyptische Behörde rät zur Verschlüsselung sensibler Dokumente

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 22:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Experten warnen vor Identitätsdiebstahl durch gespeicherte Dokumente; Updates und Verschlüsselung schützen persönliche Daten.
Ein schmaler, in Schatten gehüllter Flur in einem modernen Gebäude mit einer geschlossenen Tür. Illustration mit AI erstellt.

Verbraucherschützer warnen eindringlich davor, sensible Fotografien von Ausweisdokumenten und Bankkarten auf dem Smartphone zu speichern. Wer digitale Abbilder von Personalausweisen, Reisepässen oder Zahlungskarten auf dem Mobilgerät mit sich führt, setzt sich nach Angaben der Experten einem erheblichen Risiko für Identitätsdiebstahl aus.

Sollten Unbefugte Zugriff auf das Endgerät erlangen, können Kriminelle die abfotografierten Dokumente missbrauchen, um im Namen der Betroffenen Konten zu eröffnen oder Transaktionen durchzuführen.

Risiken durch Messenger-Chats und unzureichende Gerätesicherheit

Auch internationale Sicherheitsbehörden weisen auf die Gefahren digitaler Ablagen hin. Wie die italienische Polizia Postale rät, sollten Verbraucher sensible Fotos sowie Passwörter keinesfalls in Chatverläufen mit sich selbst speichern.

Regelmäßige Systemaktualisierungen von Smartphones, Tablets und Computern seien zudem unerlässlich zum Schutz persönlicher Daten, da veraltete Betriebssysteme ausnutzbare Schwachstellen aufweisen und es Angreifern ermöglichen, Geräte vollständig zu übernehmen.

Zusätzliche Vorsicht ist beim automatischen Hochladen in Netzwerkspeicher geboten. Das Nationale Zentrum für Computer- und Netznotfallvorsorge in Ägypten empfiehlt im Rahmen einer Informationskampagne, sensible Dokumente vor dem Upload in eine Cloud grundsätzlich zu verschlüsseln und den dazugehörigen Schlüssel separat aufzubewahren.

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Neben starken und einzigartigen Passwörtern in Kombination mit einer Mehrfaktor-Authentifizierung sollten Nutzer vertrauenswürdige Dienste wählen, die Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsseln. Zudem rät die Behörde zu regelmäßigen Datensicherungen auf einer externen Festplatte und der genauen Kontrolle vergebener Dateifreigaben.

Spionage über mobile Schadsoftware und Übertragungswege

Dass gespeicherte Bilddateien und Zugangsdaten zunehmend ins Visier von Kriminellen geraten, verdeutlichen aktuelle Bedrohungsanalysen. Das Sicherheitsunternehmen ThreatFabric meldete eine neuartige Schadsoftware für Android-Geräte namens Hirudo.

Die Malware tarnt sich als gewöhnliche Anwendung für Unterhaltung, Kurzvideos oder Shopping, entfernt echte Bankprogramme und installiert manipulierte Kopien. Durch die Umgehung gängiger Kontrollmechanismen können Angreifer Bildschirminhalte überwachen, SMS abfangen und auf Kamera sowie Mikrofon zugreifen.

Dass persönliche Dateien selbst bei einem Gerätewechsel gefährdet sein können, belegt zudem eine gemeinsame Untersuchung der Technischen Universität Graz und des Zentrums für sichere Informationstechnologie Austria (A-SIT). In Datenmigrations-Apps großer Smartphone-Hersteller entdeckten die Forscher gravierende Sicherheitslücken.

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Angreifer im Wi-Fi-Nahbereich von 20 bis 45 Metern konnten den Datentransfer mit Ausrüstung im Wert von unter 100 Euro manipulieren und dabei unter anderem private Fotos, Kontakte und Passwörter abgreifen. Die Hersteller haben die Schwachstellen inzwischen durch Software-Updates geschlossen.

Zum Schutz vor Datenmissbrauch raten Experten einhellig dazu, keine unverschlüsselten Kopien von Ausweis- und Zahlungsdokumenten auf dem Smartphone zu belassen. Zudem sollten Nutzer Anwendungen ausschließlich aus verifizierten Quellen beziehen und bereitgestellte Sicherheitsupdates zeitnah installieren.

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