Coca-Cola, Ransomware

Coca-Cola: Ransomware legt US-Produktion von Fairlife lahm

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 13:56 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ein Ransomware-Angriff legt die US-Fertigung von Coca-Colas Milchtochter Fairlife lahm. Die finanziellen Folgen sind noch unklar.

Coca-Cola: Ransomware-Angriff stoppt US-Produktion bei Fairlife
Digitales Vorhängeschloss-Symbol über einer unscharfen Milchproduktionslinie, Symbol für einen Ransomware-Angriff auf die Fertigung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Getränkeriese Coca-Cola hat die Produktion seiner US-Dairy-Tochter Fairlife nach einem Ransomware-Angriff vorübergehend eingestellt. Der Konzern meldete den Vorfall am 16. Juli 2026 der US-Börsenaufsicht SEC.

Unbefugte Dritte hatten sich Zugang zu den internen Netzwerken von Fairlife verschafft und produktionsrelevante Systeme lahmgelegt. Während die US-Fertigung stillsteht, laufen die kanadischen Standorte nach Unternehmensangaben uneingeschränkt weiter. Die Qualität und Sicherheit der Milchprodukte sei durch den Angriff nicht beeinträchtigt worden, betonte Coca-Cola.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Nach der Entdeckung des unbefugten Zugriffs leitete Coca-Cola umgehend eine Untersuchung ein. Externe Cybersicherheitsexperten wurden hinzugezogen, zudem informierte der Konzern die Strafverfolgungsbehörden. Derzeit arbeiten die Teams daran, das volle Ausmaß des Vorfalls zu ermitteln. Einen konkreten Zeitplan für die Wiederaufnahme der US-Produktion gibt es noch nicht.

Bislang hat sich keine Erpresser-Gruppe öffentlich zu dem Angriff bekannt. Auch Hinweise auf Datendiebstahl oder konkrete Lösegeldforderungen liegen nicht vor. In der SEC-Mitteilung heißt es, die finanziellen Auswirkungen des Produktionsausfalls auf das Gesamtergebnis seien derzeit nicht bezifferbar.

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Schlüsselmarke unter Beschuss

Der Stillstand trifft eine strategisch wichtige Marke: Fairlife erzielte 2024 einen Umsatz von rund 3,7 Milliarden Euro und gilt als Wachstumsmotor im Milchsegment. Die Marke setzt auf ultrafiltrierte Milchprodukte und hat sich in den USA eine treue Kundschaft aufgebaut.

Der Vorfall reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Cyberangriffen auf die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Branchenbeobachter warnen, dass die zunehmende Digitalisierung der Produktionssysteme die Lieferketten verwundbarer mache. Schon 2025 war ein Coca-Cola-Vertriebspartner im Nahen Osten von der Erpresserbande Everest attackiert worden.

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Die forensischen Analysen laufen. Coca-Cola will alle Systeme vollständig überprüfen, bevor die US-Produktion wieder anläuft.

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