Codex, OpenAI

Codex 26.527: OpenAI bringt KI-Steuerung für Windows-Desktop

29.05.2026 - 23:23:16 | boerse-global.de

OpenAI erweitert Codex für Windows um Desktop-Automatisierung und Fernzugriff. Die neue Version bringt Funktionen der macOS-Variante auf Windows 11.

Codex 26.527: OpenAI bringt KI-Steuerung für Windows-Desktop - Foto: über boerse-global.de
Codex 26.527: OpenAI bringt KI-Steuerung für Windows-Desktop - Foto: über boerse-global.de

OpenAI hat eine neue Version seines KI-Tools Codex für Windows veröffentlicht, die erstmals die direkte Steuerung von Desktop-Anwendungen ermöglicht. Die Aktualisierung auf Version 26.527 bringt Windows-11-Nutzern Funktionen, die bislang der macOS-Version vorbehalten waren – darunter Automatisierungswerkzeuge und Fernzugriff per Smartphone.

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Computer Use: Die KI greift ein

Das Herzstück des Updates ist die sogenannte „Computer Use“-Funktion. Sie erlaubt es Codex, im Vordergrund laufende Desktop-Programme zu bedienen. Entwickler können nun Aufgaben automatisieren, indem sie spezifische Befehle eingeben oder Anwendungen direkt ansprechen – etwa das Paint-Programm. Ziel ist es, Arbeitsabläufe zu beschleunigen, indem die KI direkt mit dem Betriebssystem interagiert.

Doch damit nicht genug: OpenAI hat Codex für Windows auch in sein mobiles Ökosystem eingebunden. Nutzer der ChatGPT-App auf iOS und Android können Codex-Aufgaben auf einem Windows-Rechner aus der Ferne starten und überwachen. Das iOS-Update bringt zudem Side Conversations, Modellwechsel und verbesserte Zusammenfassungen. Ein neuer Profilbereich im Windows-Client liefert Entwicklern detaillierte Nutzungsstatistiken und Token-Aktivitäten.

Technische Basis und Diagnose-Tools

Die aktuelle Codex-Version ist über den Microsoft Store verfügbar und läuft nativ mit PowerShell und der Windows Sandbox. Für alternative Umgebungen unterstützt die Anwendung auch die Windows Subsystem for Linux (WSL2).

Parallel zum App-Release gab es am 28. Mai Updates im Codex-GitHub-Repository. Neu sind unter anderem:

  • „Codex Doctor“: Ein Diagnose-Tool zur Fehlerbehebung
  • Ein Status-Befehl zur Überwachung von Remote-Verbindungen
  • Unterstützung für Vim-Textobjekt-Bearbeitung
  • Verbesserte Berechtigungsprofile und vorkonfigurierte Python-SDK-Sandbox-Einstellungen

Im Hintergrund wurde zudem auf SQLite migriert und die Rust-Komponenten aktualisiert.

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3 Millionen Entwickler – und erste Pannen

OpenAI meldet, dass mittlerweile über drei Millionen Entwickler wöchentlich Codex nutzen. Unternehmen wie die Beratungsfirma Endava integrieren das Tool in ihre Organisationsstrukturen, um Routineaufgaben zu automatisieren. Branchenberichten zufolge konnte die Zeit für Anforderungsanalysen von mehreren Wochen auf wenige Stunden verkürzt werden – und Junior-Entwickler erhalten Echtzeit-Anleitungen.

Doch der Rollup lief nicht reibungslos. Ende Mai kam es zu weltweiten Service-Störungen, von denen sowohl ChatGPT als auch Codex betroffen waren. Nutzer in den USA und Indien berichteten von nicht reagierenden Chats und fehlgeschlagenen Session-Ladungen. OpenAI nannte zunächst keine Ursache.

Ausblick: Abschied von alten Modellen

Das Codex-Update fällt in eine Phase des Umbruchs bei OpenAI. Während das Unternehmen die Lesbarkeit und den natürlichen Ton seines GPT-5.5-Modells verbesserte, kündigte es zugleich die Einstellung älterer Modelle an – darunter o3 und GPT-4.5 – für den Spätsommer. Anfang Mai wurde zudem ein spezialisiertes Denkmodell eingeführt, das die Reasoning- und Codierleistung plattformweit verbessern soll.

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