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Colossus 2: SpaceXAI plant 660.000 zusätzliche Nvidia-GPUs bis Jahresende

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 00:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Ausbau in Memphis soll Colossus 2 bis Jahresende auf 1,21 Millionen Nvidia-Chips bringen; zugleich vermietet SpaceXAI Rechenleistung.

SpaceXAI plant 660.000 zusätzliche Nvidia-GPUs für Colossus 2
Große, industrielle Halle mit massiven Kühlsystemen und elektrischen Leitungen unter einer hohen Decke in Memphis. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Berichte und Analysen zur Infrastruktur von SpaceXAI verdeutlichen das enorme Tempo, mit dem das Unternehmen seine Rechenkapazitäten am Standort Memphis im US-Bundesstaat Tennessee ausbaut.

Im Zentrum der Bestrebungen steht das Rechenzentrum Colossus 2, das bis zum Jahresende durch die Inbetriebnahme von Hunderttausenden zusätzlicher Grafikprozessoren (GPUs) des Typs Nvidia GB300 zur weltweit leistungsstärksten KI-Infrastruktur aufsteigen soll.

Geplante Erweiterung der GPU-Kapazitäten

Analysen der aktuellen Ausbaupläne zeigen, dass SpaceXAI beabsichtigt, die Anzahl der Nvidia-Chips in Colossus 2 signifikant zu erhöhen. Derzeit betreibt das Unternehmen an diesem Standort 110.000 Einheiten des Typs GB200 sowie 440.000 Einheiten des Typs GB300. Bis zum Ende des laufenden Jahres sollen in drei Wellen insgesamt 660.000 zusätzliche GB300-GPUs in Betrieb genommen werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass bereits Anfang Oktober 220.000 Einheiten hinzugefügt werden, gefolgt von einer weiteren Tranche in gleicher Höhe im November. Sofern der Prozess reibungslos verläuft, ist für Ende Dezember die Installation der letzten 220.000 GPUs geplant.

Bei erfolgreicher Umsetzung dieser Schritte würde Colossus 2 bis zum Jahreswechsel über insgesamt 1,21 Millionen Nvidia-Chips verfügen, wovon 1,1 Millionen auf die GB300-Serie entfallen. Die gewählten Ausbauschritte von jeweils 110.000 Einheiten sind nach Angaben von Elon Musk technisch durch die Anzahl der verfügbaren Glasfaserkabel am zentralen Netzwerk-Switch vorgegeben.

Die Rolle von Colossus 1 und kommerzielle Vermietung

Während Colossus 2 für künftige Projekte skaliert wird, bildet Colossus 1 das Fundament der bisherigen Arbeit. Dieser Standort umfasst 150.000 H100-, 50.000 H200- und 30.000 GB200-Chips.

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Ursprünglich im Jahr 2024 für das Training des KI-Modells Grok errichtet, nutzt SpaceXAI die Anlage im Jahr 2026 verstärkt zur Vermietung von Rechenkapazitäten an externe Partner.

Branchenberichten zufolge zählen Google und Anthropic zu den bedeutendsten Abnehmern dieser Kapazitäten. Google hat demnach einen Vertrag über rund 110.000 Nvidia-GPUs abgeschlossen, wobei die monatlichen Zahlungen im Oktober auf 920 Millionen US-Dollar bei Vollauslastung steigen sollen.

Anthropic wiederum sicherte sich Zugriff auf über 300 Megawatt (MW) Leistung in Colossus 1. Auch das Unternehmen Reflection AI nutzt die Infrastruktur und zahlt laut Berichten aus dem Juni monatlich 150 Millionen US-Dollar für GB300-Kapazitäten.

Strategische Ziele und infrastrukturelle Herausforderungen

Mit dem massiven Hardware-Aufbau verfolgt SpaceXAI ehrgeizige wettbewerbsstrategische Ziele. Musk strebe an, bereits in zwei bis drei Monaten technologisch mit der Fable-Klasse von Anthropic und GPT-6 von OpenAI gleichzuziehen. Trotz des vergleichsweise späten Starts der KI-Aktivitäten vor etwa drei Jahren prognostiziert die Unternehmensführung, in etwa sechs Monaten die globale Spitzenposition im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu erreichen.

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Die technologische Umsetzung gilt jedoch als hochkomplex. Insbesondere die Energieversorgung und die Kühlung der Systeme stellen kritische Faktoren dar. Ein Rack des Typs GB300 NVL72 benötigt bis zu 142 Kilowatt Leistung.

Während SpaceXAI plant, die temporäre Stromerzeugung durch ein eigenes 1,2-Gigawatt-Kraftwerk zu ersetzen, gab es im Sommer Berichte über 59 installierte Gasturbinen, für die zu diesem Zeitpunkt keine bundesweite Umweltgenehmigung vorlag.

Experten schätzen den Gesamtwert der verbauten GPUs auf über 100 Milliarden US-Dollar bei einer Gesamtleistung von mehr als 2 Gigawatt über beide Standorte hinweg.

An den Finanzmärkten wurde die Entwicklung zuletzt verhalten aufgenommen. Die SpaceXAI-Aktie (SPCX) verzeichnete im vorbörslichen Handel ein leichtes Plus von 0,4 Prozent, weist jedoch auf Sicht von drei Monaten einen Rückgang von 8 Prozent auf.

Mehr zum Thema bei Tom's Hardware: „Elon Musk's SpaceXAI to add another 660,000 AI GPUs this year, nearing a total of 1.44 million in operation …“

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