COPD-Therapie, Millionen

COPD-Therapie: 115 Millionen Dollar für neuen Entzündungshemmer

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Expedition Therapeutics erhält 115 Mio. Dollar für die COPD-Studie zu EXPD-101. Die Mittel sollen die Phase-2-Erprobung vollständig finanzieren.

Expedition Therapeutics: 115 Mio. Dollar für COPD-Wirkstoff EXPD-101
Ein Forscher in einem modernen Labor hält ein medizinisches Fläschchen vor einem verschwommenen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) steht vor einem potenziellen technologischen Fortschritt. Wie aus Branchenberichten vom 5. August 2026 hervorgeht, hat das in San Francisco ansässige klinische Biotechnologie-Unternehmen Expedition Therapeutics eine bedeutende Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit der Sicherung von 115 Millionen US-Dollar in einer überzeichneten Series-B-Finanzierung unterstreicht das Unternehmen die Relevanz neuer therapeutischer Ansätze bei entzündlichen Lungenerkrankungen. Insgesamt belaufen sich die bisher eingeworbenen Mittel des Unternehmens damit auf rund 300 Millionen US-Dollar.

Der Wirkstoffkandidat EXPD-101 und sein Wirkmechanismus

Im Zentrum der klinischen Bemühungen von Expedition Therapeutics steht der Wirkstoff EXPD-101. Dabei handelt es sich um einen oralen DPP1-Inhibitor, der für eine einmal tägliche Einnahme konzipiert wurde. Der therapeutische Ansatz zielt darauf ab, neutrophile Entzündungen zu bekämpfen, die eine wesentliche Rolle bei der Pathophysiologie von COPD spielen.

Die wissenschaftliche Grundlage für EXPD-101 basiert auf einer Lizenzvereinbarung mit Fosun Pharma. Der Wirkmechanismus der DPP1-Inhibierung adressiert die Aktivierung von Neutrophilen-Elastasen und anderen Proteasen, die für die Gewebeschädigung in der Lunge mitverantwortlich gemacht werden. Durch die gezielte Hemmung dieses Prozesses soll der Entzündungsverlauf bei betroffenen Patienten verlangsamt oder gemildert werden. Erste klinische Daten aus der Phase-1-Prüfung belegten bereits die grundsätzliche Verträglichkeit des Medikaments, was den Weg für umfangreichere Tests ebnete.

Konsortium namhafter Investoren unterstützt die klinische Forschung

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Die aktuelle Finanzierungsrunde wurde von der Investmentgesellschaft General Atlantic angeführt. Das starke Interesse an der Series-B-Runde spiegelt sich in der Beteiligung zahlreicher spezialisierter Risikokapitalgeber und strategischer Investoren wider. Neben dem Lead-Investor beteiligten sich RA Capital, Vivo Capital und Novo Holdings an der Kapitalerhöhung.

Zudem sicherten sich Sanofi Ventures sowie Forbion, Sofinnova und Venrock Anteile im Rahmen dieser Finanzierungsphase. Die Zusammensetzung dieses Konsortiums, das sowohl aus Finanzinvestoren als auch aus den Investmentarmen großer Pharmaunternehmen besteht, verdeutlicht das Marktvertrauen in die Entwicklungsplattform von Expedition Therapeutics. Die nun bereitgestellten Mittel sollen primär dazu dienen, das Hauptprojekt EXPD-101 durch die entscheidenden Phasen der klinischen Erprobung zu führen.

Stand der klinischen Erprobung und operatives Management

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Ein wesentlicher Meilenstein in der Unternehmensentwicklung wurde mit dem Beginn einer globalen Phase-2-Studie erreicht. Wie Unterlagen zur klinischen Forschung (NCT07684820) belegen, wurde bereits der erste Patient in diese Untersuchung aufgenommen. Die Studie soll die Wirksamkeit und Sicherheit von EXPD-101 bei einer größeren Patientengruppe mit COPD evaluieren. Das Ziel der aktuellen Finanzierung besteht darin, das Programm vollständig durch diese Phase-2-Erprobung zu finanzieren.

Parallel zur finanziellen Stärkung erweitert das Unternehmen seine personelle Kompetenz auf Führungsebene. Im Rahmen der Finanzierungsrunde wurde bekannt, dass Brett Zbar dem Vorstand von Expedition Therapeutics beitritt. CEO Yi Larson betonte in diesem Zusammenhang, dass die eingeworbenen Mittel die klinische Entwicklung des Unternehmens massiv unterstützen. Die Kombination aus substanzieller Finanzierung und der Einbindung erfahrener Branchenexperten in die Aufsichtsgremien soll die Position des Unternehmens im Wettbewerb um neuartige COPD-Therapeutika festigen.

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