COPD-Therapie: Lachtherapie lindert Atemnot wie klassische Lippenbremse
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 20:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen des ERS-Kongresses in Barcelona wurden im September 2026 die Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie vorgestellt, die das Potenzial der Lachtherapie als ergÀnzende Behandlungsmethode bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) untersucht.
Die Forschungsarbeit, die am Ankara Bilkent City Hospital durchgefĂŒhrt wurde, liefert neue Erkenntnisse darĂŒber, wie alternative AnsĂ€tze die herkömmliche Atemtherapie unterstĂŒtzen können.
Methodik und Aufbau der klinischen Untersuchung
Die Studie wurde unter der Leitung der Autorin Goncagul Aldan von der UniversitÀt Hacettepe realisiert. Im Fokus stand die Frage, inwieweit Lachtherapie im Vergleich zu etablierten Methoden die Symptome von COPD-Patienten lindern kann.
Insgesamt nahmen 63 Probanden an der Untersuchung teil, die in drei verschiedene Gruppen unterteilt wurden: Eine Gruppe praktizierte Lachtherapie, eine zweite die klassische Lippenbremse und die dritte fungierte als Kontrollgruppe.
Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich ĂŒber acht Wochen. Die Patienten in den Interventionsgruppen absolvierten dabei drei Einheiten pro Woche mit einer Dauer von jeweils 30 Minuten. Dieser strukturierte Aufbau sollte eine belastbare Datenbasis schaffen, um die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der unterschiedlichen AnsĂ€tze auf die Atemfunktion und die allgemeine gesundheitliche Verfassung zu evaluieren.
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Ergebnisse zur Linderung von Atemnot und LebensqualitÀt
Die Auswertung der Daten nach Ablauf der achtwöchigen Testphase zeigte deutliche Verbesserungen in beiden aktiven Therapiegruppen. Sowohl die Patienten, die Lachtherapie praktizierten, als auch jene in der Gruppe der Lippenbremse berichteten ĂŒber eine signifikante Reduktion ihrer Atemnot.
Fachleute stellten fest, dass die Wirksamkeit der Lachtherapie bei der Verringerung von Atembeschwerden mit der der traditionellen Lippenbremse vergleichbar ist.
Neben der rein physischen Erleichterung gaben die Teilnehmer beider Gruppen an, sich in einer besseren gesundheitlichen Verfassung zu befinden. Ein wichtiges Resultat der Studie war zudem die Nachhaltigkeit der Effekte: Die positiven Auswirkungen auf die Atmung und das Wohlbefinden hielten nach Ende des achtwöchigen Programms noch mindestens einen Monat lang an. Unterschiede im Hinblick auf den allgemeinen Pflegebedarf konnten zwischen den untersuchten Gruppen jedoch nicht festgestellt werden.
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Einordnung der Erkenntnisse in den therapeutischen Kontext
Die Relevanz solcher komplementÀrmedizinischen Untersuchungen wird durch die weite Verbreitung der Erkrankung unterstrichen. SchÀtzungen aus dem September 2026 zufolge leben allein im Vereinigten Königreich rund 1,7 Millionen Menschen mit einer diagnostizierten COPD.
Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus und nehmen an, dass etwa 600.000 weitere Personen von der Krankheit betroffen sind, ohne dass bisher eine formale Diagnose vorliegt.
Die Ergebnisse der am Ankara Bilkent City Hospital durchgefĂŒhrten Studie deuten darauf hin, dass die Lachtherapie eine kostengĂŒnstige und effektive ErgĂ€nzung zu traditionellen AtemĂŒbungen darstellen kann. Da sie eine Ă€hnliche Wirksamkeit wie die Lippenbremse bei der Reduktion von Atemnot aufweist, könnte sie zukĂŒnftig verstĂ€rkt in ganzheitliche BehandlungsplĂ€ne integriert werden, um die LebensqualitĂ€t der Patienten nachhaltig zu steigern.
