Copilot in SharePoint: Microsoft führt Credits für große Aufgaben ein
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 12:13 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Softwarekonzern Microsoft hat Copilot in SharePoint am 30. September 2026 als allgemein verfügbares Feature eingeführt. Mit dem Schritt verlässt der KI-Assistent die reine Vorschauphase und wird fest in die Plattform für Dokumentenverwaltung und Zusammenarbeit integriert. Für Unternehmen ändern sich damit sowohl die administrativen Steuerungsmöglichkeiten als auch die Abrechnungsmodelle für komplexe Anwendungsfälle.
Neues Abrechnungsmodell über Copilot Credits
Wie das IT-Fachportal schneider.im in einem Bericht vom 4. November 2026 darlegt, bleiben die bereits aus der Vorschauphase bekannten alltäglichen Funktionen ohne Zusatzkosten in der regulären Microsoft-Copilot-Lizenz enthalten. Allerdings setzt der Konzern für alle Anwender eine Grundvoraussetzung fest: Jeder einzelne Nutzer von Copilot in SharePoint benötigt zwingend eine aktive Microsoft-Copilot-Lizenz.
Parallel dazu führt Microsoft eine nutzungsbasierte Abrechnung für weiterführende Aufgaben ein. Sobald erweiterte Arbeiten mit dem System durchgeführt werden, greift der Verbrauch sogenannter Copilot Credits. Um den Überblick über die anfallenden Ressourcen zu behalten, stellt das System eine Kontrollfunktion bereit.
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Über den Befehl /cost können Anwender direkt in Copilot in SharePoint abrufen, wie viele Credits bereits verbraucht wurden und wie hoch das verbleibende Restlimit ist. Erreicht das verbleibende Kontingent einen Schwellenwert von 20 Prozent, gibt das System automatisch eine entsprechende Warnmeldung aus.
Administrative Neuerungen seit Anfang November
Mit dem Übergang in die allgemeine Verfügbarkeit hat Microsoft auch das Management der Plattform angepasst. Seit dem 1. November 2026 steuern Administratoren den Zugriff nicht mehr über provisorische Mechanismen, sondern über spezifische Site-AI-Einstellungen und Restricted Content Discovery. Gleichzeitig strich der Konzern die wöchentlichen Nutzungslimits, die während der öffentlichen Vorschauphase gegolten hatten.
Durch die neuen Einstellungsoptionen können Organisationen granular festlegen, auf welche Websites und Speicherbereiche der KI-Assistent zugreifen darf. Das verhindert, dass vertrauliche Unternehmensdaten unkontrolliert in die Antworten und Zusammenfassungen der künstlichen Intelligenz einfließen.
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Einschränkungen bei Cloud-Umgebungen und Behörden
Trotz der allgemeinen Freigabe steht der Dienst noch nicht auf allen Plattformen zur Verfügung. Nach Angaben von schneider.im werden spezielle Cloud-Bereitstellungen von Copilot in SharePoint bislang nicht unterstützt. Dies betrifft die behördlichen Angebote Microsoft 365 Government mit den Umgebungen GCC, GCC High und DoD.
Ebenso außen vor bleiben vorerst vollständig abgeschottete Clouds sowie Umgebungen des chinesischen Betreibers 21Vianet. Unternehmen und Einrichtungen in diesen Infrastrukturen müssen vorerst auf die Integration des Assistenten verzichten.
