COSAI, Bundesländer

COSAI: Drei Bundesländer investieren knapp drei Millionen Euro in KI

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 11:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen fördern über drei Jahre eine länderübergreifende KI-Plattform für Hochschulen.

COSAI: Drei Bundesländer schaffen gemeinsame KI-Infrastruktur für Hochschulen
Ein moderner, heller Flur in einem universitären Forschungsgebäude mit großen Glasfenstern und minimalistischer Architektur. Illustration mit AI erstellt.

Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen haben das gemeinsame Großprojekt COSAI ins Leben gerufen. Die Initiative steht für die Zusammenarbeit für eine souveräne und effiziente KI-Infrastruktur und zielt darauf ab, eine länderübergreifende technische Basis für Künstliche Intelligenz aufzubauen.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die kooperative Zugänglichmachung souveräner KI-Dienste für Hochschulen. Zu den teilnehmenden Institutionen zählt unter anderem das IT Center der Universität zu Köln, das sich als eine von drei Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen an dem Verbund beteiligt.

Millioneninvestition über drei Jahre

Das Vorhaben ist auf eine Gesamtlaufzeit von drei Jahren angelegt. Die drei beteiligten Wissenschaftsministerien unterstützen die Initiative in diesem Zeitraum mit einer Gesamtfördersumme von knapp drei Millionen Euro. Die Bereitstellung der Mittel erfolgt anteilig durch die beteiligten Länder.

Baden-Württemberg beteiligt sich mit rund einer Million Euro an COSAI. Nordrhein-Westfalen investiert seinerseits rund eine Million Euro, finanziert im Rahmen der landeseigenen strategischen Investitionsoffensive für Künstliche Intelligenz und Digitalisierung an Hochschulen.

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Aus Baden-Württemberg bringen sich zwei wissenschaftliche Einrichtungen federführend in das Verbundprojekt ein: das Karlsruher Institut für Technologie sowie die Universität Tübingen. Mit der institutionellen Zusammenarbeit reagieren die Länder und Hochschulen auf forschungspolitische Vorgaben. Das Projekt COSAI setzt dabei eine konkrete Empfehlung des Wissenschaftsrats vom Juli 2026 um.

Technische Architektur und Datenschutz

Ein zentraler Schwerpunkt der Initiative liegt im Aufbau einer gemeinsamen technischen Architektur, die auf einheitlichen Schnittstellen basiert. Diese Struktur soll eine automatisierte Verteilung eingehender KI-Anfragen an den jeweils optimalen Rechenstandort ermöglichen.

Die Zuteilung erfolgt anhand festgelegter Kriterien, zu denen die Wahl des konkreten Modells, die aktuell freie Rechenkapazität sowie die jeweilige Datenschutzklassifizierung gehören. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sensible Forschungsdaten ausschließlich mit geeigneten Modellen und auf entsprechend autorisierter Hardware verarbeitet werden.

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Als ein weiterer wesentlicher Baustein des Systems ist ein sogenanntes Bring-Your-Own-Model-Portal vorgesehen. Diese Plattform soll es Forscherinnen und Forschern ermöglichen, eigene Modelle flexibel in die bestehende Infrastruktur einzubinden und zu betreiben. Durch das Zusammenwirken der drei Bundesländer soll so eine bedarfsgerechte, leistungsfähige und datenschutzkonforme Rechenumgebung für die akademische Forschung bereitgestellt werden.

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