Creatos, Folien-Templates

Creatos AI: 40.000 Folien-Templates für KI-gestützte Präsentationen

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 02:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SlideUpLift, Baidu und Google launchen neue KI-Bürowerkzeuge. Eine Umfrage zeigt: Unternehmen investieren zunehmend in Automatisierung statt in Nachwuchskräfte.

KI-Revolution in Büros: Neue Tools für Präsentationen, Tabellen und Meetings
Eine Person arbeitet an einem Laptop in einem modernen Büro mit Fokus auf professionelle Datenvisualisierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Erstellung von Geschäftspräsentationen erfährt durch den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz eine tiefgreifende Automatisierung. Am 16. August 2026 hat das Unternehmen SlideUpLift mit Creatos AI eine neue Anwendung veröffentlicht, die auf einer Datenbank von mehr als 40.000 professionell gestalteten Folien basiert. Das Tool zielt darauf ab, den Prozess vom Entwurf bis zum fertigen Foliensatz für Fachanwender signifikant zu beschleunigen.

Funktionen und Markteinführung von Creatos AI

Laut Angaben des Anbieters wird Creatos AI bereits von über 100.000 Fachleuten genutzt. Die Plattform bietet Funktionen wie eine KI-gestützte Bearbeitung und ein sogenanntes One-Click-Branding, mit dem Unternehmensvorgaben unmittelbar auf das Design angewendet werden können.

Ein wesentliches Merkmal ist die Kompatibilität mit etablierten Standardanwendungen: Die erstellten Inhalte lassen sich als vollständig editierbare Dateien für PowerPoint und Google Slides exportieren. Für interessierte Nutzer ist das Werkzeug mit zwei kostenlosen Starter-KI-Credits testbar.

Der Launch erfolgt in einer Phase, in der die technologische Hürde für die Erstellung komplexer Dokumente stetig sinkt. Dennoch mehren sich kritische Stimmen bezüglich der Qualität und Individualität solcher Inhalte.

Nithin Kamath, CEO von Zerodha, äußerte sich am 16. August 2026 skeptisch gegenüber Startup-Pitches, die primär mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz werben. Er bezeichnete die Nutzung von KI als eine Basisanforderung, die keinen echten Differenzierungsfaktor mehr darstelle, und warnte vor der Zunahme generischer, KI-generierter Präsentationsdecks.

Expansion des Marktes für KI-Büroassistenten

Neben spezialisierten Präsentationstools drängen große Technologiekonzerne mit umfassenden Büroassistenten in den Markt. Ebenfalls am 16. August 2026 brachte Baidu die Anwendung Kuku AI auf den Markt. Dieser eigenständige Assistent basiert auf der Technologie GenFlow (v4.0) und ist über verschiedene Plattformen, einschließlich einer speziellen Enterprise-Edition für den Finanzsektor, verfügbar. Baidu verweist in diesem Zusammenhang auf bereits über 25 Millionen monatlich aktive Nutzer seiner bisherigen KI-Bürodienste.

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Google erweiterte sein Angebot im August 2026 um Sheets Canvas. Die Funktion nutzt das Modell Gemini, um Tabellendaten in interaktive Mini-Apps zu transformieren. Zudem startete Google zwischen dem 11. und 31. August 2026 den Rollout der Funktion „Take notes for me“ für Google Meet. Diese automatisiert die Erstellung von Zusammenfassungen und Aktionspunkten in acht Sprachen und speichert die Ergebnisse direkt in Google Drive.

Parallel dazu positionieren sich spezialisierte Anbieter für Nischenmärkte. Am 17. August 2026 veröffentlichte Kantiv eine Software für die Bau- und Planungsbranche (AEC), die Angebote mithilfe quellengestützter KI generiert und Compliance-Prüfungen automatisiert.

Im Bereich des Investmentmanagements führte Confluence Technologies die Automatisierungslösung Confluence POINT ein, während SuperApp, Inc. eine Kollaborationsplattform startete, die Modelle von Anthropic, OpenAI und Google in einem gemeinsamen Thread bündelt.

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Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und Qualifikationsanforderungen

Die zunehmende Verbreitung dieser Werkzeuge spiegelt sich auch in den Anforderungen an Arbeitnehmer wider. Eine im Juli 2026 durchgeführte Umfrage unter 1.000 US-Einstellungsmanagern ergab, dass 48 Prozent Investitionen in KI-Tools gegenüber der Einstellung oder Schulung von Absolventen bevorzugen. Laut Analysen von PwC erfordern Einstiegspositionen, die durch KI umgestaltet werden, siebenmal häufiger Fähigkeiten auf Senior-Niveau als zuvor.

Im Frühjahr 2026 stieg der Anteil der Einstiegspositionen mit expliziten KI-Anforderungen von 13,5 Prozent auf 35 Prozent. Unternehmen wie Infosys reagieren auf diesen Wandel durch verstärkte interne Talententwicklung.

CHRO Shaji Mathew betonte Mitte August 2026, dass KI die Belegschaft erweitere und die Produktivität steigere, wobei der Fokus auf neuen Rollen wie Frontier Engineers und Experten für verantwortungsvolle KI liege.

Um die Authentizität von Dokumenten zu gewährleisten, begann Anthropic zudem Anfang August 2026 mit der Implementierung maschinenlesbarer Wasserzeichen für Texte des Modells Claude in der Europäischen Union.

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