CRM-Welle Juni 2026: KI automatisiert Angebotserstellung für Handwerk
27.06.2026 - 11:13:18 | boerse-global.de
Ziel ist die Automatisierung der sogenannten CPQ-Prozesse (Configure, Price, Quote) – also der Angebotserstellung und Preisberechnung. Besonders die Branchen Dachdeckerhandwerk, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation profitieren von den Neuerungen.
Neue Plattform für Dachdecker
Am 25. Juni 2026 launchte BRAVA Roof Tile das BRAVA Pro Portal. Die KI-gestützte Plattform richtet sich speziell an die Dachziegelbranche. Sie kombiniert Lead-Management mit technischen Werkzeugen für Dachvermessung und automatisierte Angebotserstellung. Preise und Vorschläge lassen sich künftig in einer einzigen Oberfläche koordinieren. Das verspricht mehr Transparenz bei Bestellungen und vereinfachte Garantieprozesse für Handwerker.
Auch in anderen Gewerken setzt sich der Trend zur fotobasierten Angebotserstellung durch. Branchensoftware-Anbieter berichten von 20 bis 40 Prozent schnelleren Abschlussraten durch Photo-to-Quote-Technologie. Plattformen wie QuoteIQ werben mit KI-gestützten Schätzfunktionen und Vermessungstools. Der Hintergrund: Verpasste Anrufe bei Unwettereinsätzen kosten Servicebetriebe zwischen 3.200 und 8.000 Euro pro Vorfall.
Finanzberater setzen auf KI-Workflows
Auch die Finanzbranche rüstet auf. Am 25. Juni 2026 startete Advisor CRM die Plattform Ember AI. Das System erlaubt Finanzberatern die Erstellung von Workflows und KI-gestützten Textentwürfen – ohne dass Kunden sich extra im Portal anmelden müssen. Der Service kostet pauschal 89 Euro im Monat und umfasst 100 KI-Assists sowie unbegrenzte Teammitglieder.
Im Telekommunikations- und Mediensektor vermeldete Skyvera am 26. Juni 2026 einen wichtigen Meilenstein: Die vollständige TM-Forum-Konformität für 13 APIs innerhalb der CloudSense-CPQ-Plattform. Die Zertifizierung folgt auf die Übernahme von CloudSense Ende 2024. Sie ermöglicht eine tiefere KI-Integration in komplexe Angebotsworkflows und standardisierten Datenaustausch in Multikanal-Vertriebsumgebungen.
Startups im Visier der KI-Offensive
Neue KI-Plattformen automatisieren die Angebotserstellung für Dachdecker – mit Photo-to-Quote-Technologie. Der kostenlose KI-Check zeigt Ihnen, wo Ihr Betrieb steht und wie Sie von schnelleren Abschlüssen profitieren. KI-Check per E-Mail anfordern
Auch junge Unternehmen stehen im Fokus der neuen KI-Plattformen. Salestrics brachte am 26. Juni 2026 eine Lösung auf den Markt, die CRM, E-Mail und Automatisierung mit einem eigenen KI-Token-Kontingent für Aufgaben wie Datensatzverwaltung und Speicherung kombiniert. Attio wiederum wirbt mit seiner KI-nativen CRM-Lösung für Startups und meldet über 80.000 Nutzer bei einer Einarbeitungszeit von ein bis drei Tagen.
Die Kosten ineffizienter Systeme
Der Run auf vernetzte, KI-gestützte CRM-Systeme kommt nicht von ungefähr. Aktuelle Daten aus Großbritannien zeigen: Kunden verbringen jährlich rund 445 Millionen Stunden mit der Bewältigung defekter Serviceprozesse. 43 Prozent der Kunden würden bereits nach einer einzigen schlechten Erfahrung den Anbieter wechseln. Dennoch glauben nur 56 Prozent der Nutzer, dass aktuelle KI-Implementierungen das Kundenerlebnis tatsächlich verbessert haben.
Intern bleibt die Komplexität mehrerer Plattformen eine große Hürde. Branchenbeobachter schätzen, dass 75 Prozent der Servicemitarbeiter sich in drei bis fünf verschiedene Systeme einloggen müssen, um ihre Aufgaben zu erledigen. Die Folge: steigende Nachfrage nach Omnichannel-Lösungen, die verhindern, dass Kunden ihre Informationen an verschiedenen Kontaktpunkten immer wieder neu angeben müssen.
Internationale Expansion datengesteuerter Systeme
Auch international zeigt sich der Trend zur Lokalisierung von CRM- und ERP-Systemen. In der Ukraine launchte Ulteama am 26. Juni 2026 ein CRM für Autowerkstätten, das Meisterplanung und Finanzverfolgung integriert und Echtzeit-Transparenz über Gewinne bietet.
Verpasste Anrufe bei Unwettereinsätzen kosten bis zu 8.000 Euro. Mit der richtigen CRM-Strategie senken Sie diese Verluste. Die kostenlose Checkliste hilft Ihnen, ineffiziente Systeme zu identifizieren. Checkliste anfordern
In Japan wurde die bauspezifische ERP-Lösung „PROCES.S" von Uchida IT Solutions am 21. Juni 2026 in einer nationalen Wirtschaftssendung vorgestellt. Die Software, die bereits von über 370 Unternehmen eingesetzt wird, soll analoge Kostenmanagement- und Abrechnungsprozesse durch datengesteuerte Verfahren ersetzen.
Groß angelegte Implementierungen fokussieren zunehmend den menschlichen Faktor digitaler Transformationen. In einem Webinar am 26. Juni 2026 betonten Microsoft-MVPs, dass erfolgreiche Business-Central-Implementierungen vor allem vom Management der „Menschen-Seite" des Softwarewechsels abhängen – und weniger von der rein technischen Konfiguration. Organisationen wie Lantmännen Unibake haben diesen Weg bereits eingeschlagen und Dynamics 365 eingeführt, um Finanzdaten zu zentralisieren und datengesteuerte Entscheidungen zu ermöglichen.
