CryptoBandits, Microsoft

CryptoBandits: Microsoft warnt vor USB-Wurm für Krypto-Nutzer

22.06.2026 - 11:46:46 | boerse-global.de

Der USB-Wurm CryptoBandits ersetzt gezielt Wallet-Adressen in der Zwischenablage und stiehlt Seed-Phrasen. Microsoft rät zu Schutzmaßnahmen.

Microsoft warnt: USB-Wurm CryptoBandits klaut Krypto-Wallets
CryptoBandits - Ein leuchtender, futuristischer USB-Stick steckt in einem dunklen Computeranschluss, umgeben von abstrakten digitalen Linien und kryptografischen Symbolen, die Datendiebstahl und Cyber-Bedrohung andeuten. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der als Trojan:Win32/CryptoBandits.A identifizierte USB-Wurm zielt gezielt auf Nutzer von Kryptowährungen ab und ist seit Februar 2026 aktiv.

Infektion über manipulierte Dateiverknüpfungen

Die Verbreitung läuft primär über infizierte USB-Sticks. Der Wurm nutzt manipulierte .lnk-Dateien, die echte Dokumente verstecken und stattdessen Schadcode ausführen. Öffnet ein Nutzer die vermeintliche Datei, aktiviert sich die Malware.

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Einmal auf einem System aktiv, kopiert sich die Software automatisch auf neu angeschlossene USB-Geräte. Zur Sicherstellung der Persistenz nutzt sie den Windows Task Scheduler. Von dort aus überwacht sie das System und blockiert unter Umständen Sicherheitsmaßnahmen.

Automatisierter Austausch von Wallet-Adressen

Kern der Schadfunktion ist ein sogenannter „Clipper“. Er scannt die Zwischenablage alle 500 Millisekunden nach Krypto-Wallet-Adressen für Bitcoin, Ethereum, Tron oder Monero. Erkennt das Programm eine solche Adresse, ersetzt es sie unbemerkt durch eine Adresse der Angreifer. Der Nutzer sendet seine Zahlung dann direkt an die Hintermänner.

Zusätzlich identifiziert die Malware BIP39-Seed-Phrasen mit 12 oder 24 Wörtern sowie Private Keys. Diese Informationen ermöglichen den vollständigen Zugriff auf die Wallets der Opfer.

Verdeckte Kommunikation über Tor

CryptoBandits verschleiert die Kommunikation mit den Befehlsservern (C2) massiv. Statt einer direkten Verbindung nutzt die Schadsoftware einen lokalen Tor-Client (ugate.exe) und einen SOCKS5-Proxy auf Port 9050. Das erschwert die Nachverfolgung des Datenverkehrs erheblich.

Über diesen Kanal überträgt die Malware nicht nur gestohlene Zugangsdaten. Sie erstellt zudem alle zehn Sekunden bis zu fünf Screenshots des infizierten Systems. Die Architektur erlaubt auch die Fernausführung von Code mittels JavaScript-Befehlen.

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Empfehlungen für Unternehmen und Privatanwender

Eine Infektion lässt sich durch verdächtige Prozessaktivitäten erkennen. Microsoft empfiehlt die Überwachung von Programmen wie wscript.exe, cscript.exe und PowerShell-Aktivitäten sowie ungewöhnliche Verbindungen über Port 9050.

Als Prävention sollten Nutzer die AutoPlay-Funktion für USB-Laufwerke deaktivieren und die Ausführung von Dateien direkt von externen Datenträgern einschränken. Krypto-Nutzer sollten Wallet-Adressen vor jeder Transaktion manuell abgleichen. Und: Vorsicht bei unbekannten USB-Geräten.

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