CVE-Explosion: 66.000 Sicherheitslücken bis Ende 2026 erwartet
15.06.2026 - 16:25:02 | boerse-global.de
Die unabhängige Prüforganisation AV-Comparatives hat 20 Sicherheitslösungen getestet – sieben erreichen die höchste Stufe.
Wien/Innsbruck – AV-Comparatives veröffentlichte heute die Ergebnisse seines aktuellen „Real-World Protection Tests" für den Zeitraum Februar bis Mai 2026. Die sieben Testsieger mit der Bestnote ADVANCED+ heißen: Avast, AVG, Bitdefender, Kaspersky, Microsoft, Norton und TotalAV. Der vollständige Bericht steht auf der Website der Organisation zur Einsicht bereit.
Schädling in 3D-Assets entdeckt
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Parallel zu den Testergebnissen machte AV-Comparatives auf eine konkrete Bedrohung aufmerksam: den Python-basierten Wurm MEL/Vacphage.A. Die Schadsoftware wurde in Autodesk-Maya-Dateien auf Epics Fab.com-Plattform entdeckt. Kreativ-Tools und Asset-Plattformen bleiben demnach bevorzugte Ziele für Spezial-Malware, die sich über Projektdateien verbreitet.
Explosionsartiger Anstieg bei Sicherheitslücken
Ebenfalls am heutigen Montag veröffentlichte das Forum of Incident Response and Security Teams (FIRST) eine aktualisierte Prognose: Bis Ende 2026 werden rund 66.000 neue Sicherheitslücken (CVEs) erwartet – ein Anstieg um 46,3 Prozent gegenüber der ursprünglichen Vorhersage.
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Die Beschleunigung führt FIRST auf den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz zurück. Namentlich genannt werden Anthropic Mythos und OpenAI GPT-5.4-Cyber als Treiber einer neuen „AI-Ära" der Fehlersuche. Weitere Indikatoren:
- Mozilla verzeichnete einen Anstieg um 164 Prozent bei vierteljährlichen Meldungen – 271 Bugs in Firefox 150 durch das Tool Glasswing.
- GitHub Security Advisories (GHSA) legten im Jahresvergleich um 449 Prozent zu.
- VulnCheck meldete einen Zuwachs von 3.119 Prozent bei gemeldeten Schwachstellen.
Trotz der rasant steigenden Zahlen blieben die Risiken für bekannte ausgenutzte Schwachstellen (KEV) und die Auswirkungen auf Aktionärsgewinne laut FIRST relativ stabil. Die Forscher empfehlen, Sicherheitsbudgets an das gesamte Software-Wachstum zu koppeln – nicht an die reine Anzahl neuer CVE-Meldungen.
