Cybersicherheit: Grand Canyon University integriert Zertifikate ins Studium
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Nachfrage nach Fachkräften in der Tech-Branche wächst rasant – und das Bildungsangebot zieht nach. Gleich mehrere Organisationen haben in dieser Woche neue Zertifizierungsprogramme für Ingenieure und Entwickler vorgestellt. Die Initiativen zielen auf missionkritische Infrastruktur, Robotik und Cybersicherheit ab – genau jene Bereiche, in denen der Fachkräftemangel besonders drückend ist.
Mattermost: Zertifikat für Hochsicherheitsumgebungen
Am 22. Juli startete Mattermost eine Professional Certification für Ingenieure, die in besonders sensiblen Netzwerken arbeiten – etwa in abgeschotteten oder klassifizierten Umgebungen. Der neue Kurs baut auf einer bestehenden Associate-Zertifizierung auf, die seit Januar bereits über 125 Ingenieure absolviert haben. Die Prüfung testet Kenntnisse in Identitätsintegration, Compliance und Workflow-Automation. Mehr als 25 Unternehmen hatten sich zum Start bereits angemeldet.
Grand Canyon University: Zertifikate direkt im Studium
Ebenfalls am 22. Juli kündigte die Grand Canyon University (GCU) an, Industriezertifikate fest in ihren Bachelor-Studiengang für Cybersicherheit zu integrieren. Studierende erhalten Prüfungsgutscheine für Zertifikate von CompTIA, ISC2 und AWS. Der Clou: Die Kostenersparnis liegt bei mehreren Hundert Dollar pro Person – unabhängig können die Prüfungen bis zu 2.700 Euro kosten. Der Schritt kommt nicht von ungefähr: Die Zahl der Arbeitsplätze für IT-Sicherheitsanalysten soll bis 2034 um 29 Prozent steigen.
Viam Education: Robotik-Kurs für Einsteiger
Einen Tag später, am 23. Juli, ging Viam Education an den Start – ein kostenloses, entwicklerorientiertes Programm. Der Einstiegskurs „Viam 101“ ist selbstgesteuert und verspricht: In rund 90 Minuten bauen Teilnehmer ihre erste Robotik-Anwendung. Unterstützt werden die Programmiersprachen Python, Go, C++ und TypeScript. Schon vor dem offiziellen Launch hatten sich über 800 Entwickler registriert.
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AMD: Neue Hardware für Robotik-Profis
Parallel zu den Bildungsinitiativen bringt AMD neue Hardware auf den Markt, die spezielle Engineering-Kenntnisse erfordert. Am 23. und 24. Juli stellte der Chip-Hersteller die Ryzen AI Embedded X100-Prozessoren sowie die Kria AI Robotics Developer Platform vor. Die Systeme nutzen AMDs Robotics Software Suite und sind für Linux-basierte Echtzeitsteuerung sowie ROS 2 optimiert. Zielgruppe: Industrieroboter und autonome mobile Roboter. Die Massenproduktion soll im vierten Quartal 2026 anlaufen.
upGrad und IIT Roorkee: Offline-Kurse in Indien
Auch in Indien tut sich etwas: Am 22. Juli startete upGrad eine Partnerschaft mit iHUB DivyaSampark am IIT Roorkee. Das Angebot: Zertifikatsprogramme in Data Science und Full Stack Development, die an 23 Standorten offline unterrichtet werden. Ergänzt wird das Programm durch virtuelle Masterclasses von verschiedenen Indian Institutes of Technology.
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DigiKey und Machinechat: Schnellstart-Kits für IoT
Am 23. Juli brachten DigiKey und Machinechat sogenannte Rapid Engineering Kits auf den Markt. Die Bausätze kombinieren Arduino-Hardware mit Edge-KI-Software und ermöglichen die schnelle Entwicklung von IoT-Projekten. Ein technisches Webinar am 28. Juli soll die Anwendungen demonstrieren.
Kata Containers 4.0: Sicherheit für KI-Agenten
Die Software-Welt liefert ebenfalls neue Werkzeuge: Am 22. Juli erschien Kata Containers 4.0 mit einer neuen, in Rust geschriebenen Laufzeitumgebung. Sie bietet einen speichersicheren Sandkasten für KI-Agenten – und wird bereits von mehreren großen Technologiekonzernen für die Verwaltung von Leichtgewichts-VMs genutzt.
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