D-Allulose, Süßungsmittel

D-Allulose: Süßungsmittel lindert Leberschäden bei diabetischen Mäusen

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 09:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Im Tiermodell verbesserten sich Leberverfettung, Entzündungs- und Blutfettwerte; Wirkung und Sicherheit beim Menschen sind noch ungeklärt.

D-Allulose mildert Leberschäden bei diabetischen Mäusen im Versuch
Nahaufnahme von kristallinem Süßungsmittel auf einer weißen, strukturierten Oberfläche. Illustration mit AI erstellt.

Eine Untersuchung der Jiangsu University liefert neue Einblicke in das Potenzial des alternativen Süßungsmittels D-Allulose zur Linderung von Leberschäden bei Typ-2-Diabetes. Die im Fachjournal Food Science & Nutrition veröffentlichte Forschungsarbeit von Wu et al. analysiert, wie die Substanz über die Beeinflussung von Darmmikroben sowie spezifischen Stoffwechselpfaden Leberveränderungen bei diabetischen Mäusen abmildern kann.

Dosisabhängige Effekte im Tiermodell

Im Zentrum des Versuchsaufbaus standen männliche Mäuse, bei denen ein Typ-2-Diabetes durch eine Kombination aus fettarmer bzw. fettreicher Diät und Streptozotocin (HFD/STZ) induziert worden war. Für den Versuchszeitraum bildeten die Forscher Gruppen von jeweils 6 Tieren. Über eine Dauer von 12 Wochen erhielten die Versuchstiere entweder kein D-Allulose oder Dosierungen von 2,5 Prozent beziehungsweise 5,0 Prozent des Stoffs über das Trinkwasser.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine dosisabhängige Wirkung der Verabreichung. Bei den behandelten Mäusen führte die Gabe von D-Allulose zu einer erkennbaren Verbesserung der Leberverfettung. Darüber hinaus verzeichneten die Wissenschaftler günstigere Entzündungs- und Blutfettwerte im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe.

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Darmbarriere und Tryptophan-Signalwege

Neben den direkten Leber- und Blutwerten untersuchten die Forscher der Jiangsu University auch Veränderungen im Verdauungstrakt. Die Daten zeigen, dass D-Allulose die Darmbarriere stärkte und eine positive Verschiebung im Mikrobiom der Tiere bewirkte.

Parallel dazu wurden günstige Veränderungen in den Tryptophan- und AhR-Signalwegen (Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor) festgestellt. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Beeinflussung dieser mikrobiellen Stoffwechselwege eine zentrale Rolle bei der Reduktion von Entzündungsreaktionen und Fetteinlagerungen im Lebergewebe spielt.

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Offene Fragen zur Kausalität und Übertragbarkeit

Trotz der gemessenen Verbesserungen betonen die Autoren der Studie wichtige methodische Grenzen. Der vermutete Zusammenhang zwischen Mikrobiom, Tryptophan-AhR-Achse und den beobachteten Leberschutzeffekten ist bislang lediglich eine Korrelation; ein eindeutiger Kausalitätsnachweis für diesen Mechanismus steht noch aus.

Zudem beziehen sich alle vorliegenden Daten ausschließlich auf das Tiermodell. Ob und in welchem Ausmaß sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, bleibt derzeit ungeklärt. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die klinische Relevanz und Sicherheit einer gezielten Gabe von D-Allulose bei menschlichen Stoffwechselerkrankungen zu überprüfen.

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