Darmflora, Hefepilz

Darmflora: Hefepilz Malassezia erhöht Neurodermitis-Risiko bei Säuglingen

25.06.2026 - 13:34:32 | boerse-global.de

Neue Forschung belegt: Gezielte Ernährung kann Neurodermitis, Schuppenflechte und sogar Demenz-Risiken positiv beeinflussen.

Darmflora-Studien 2026: Ernährung beeinflusst Haut und Nerven
Darmflora - Eine abstrakte Darstellung des Mikrobioms des Darms, verbunden mit der Haut, symbolisiert die Darm-Haut-Achse. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Studien aus Juni 2026 zeigen: Gezielte Ernährungsinterventionen können den Krankheitsverlauf von Neurodermitis und Schuppenflechte deutlich beeinflussen.

Hefepilz im Säuglingsdarm erhöht Neurodermitis-Risiko

Eine Analyse der CHILD Cohort Study mit über 1.400 Kindern liefert neue Erkenntnisse: Der Hefepilz Malassezia im Säuglingsdarm korreliert mit einem höheren Risiko für Neurodermitis und Asthma. Besonders Antibiotika bei Säuglingen unter sechs Monaten begünstigen das Wachstum dieser Pilze.

Bei Neurodermitis empfehlen Experten eine ballaststoffreiche und probiotische Ernährung. Entzündungshemmende Stoffe wie Omega-3-Fettsäuren und Polyphenole sollen integriert werden. Bekannte Allergene sollten Patienten meiden.

Schuppenflechte: Weniger Arachidonsäure, mehr Gemüse

Die Behandlung von Psoriasis setzt auf Reduktion von Arachidonsäure. Der Stoff kommt vermehrt in Schweinefleisch, Wurstwaren, Eigelb und fettreichen Milchprodukten vor – und fördert Entzündungsprozesse. NDR-Empfehlungen zufolge unterstützen täglich zwei bis drei Handvoll Gemüse sowie Zucker-Verzicht die Linderung. Eine nächtliche Essenspause von 12 bis 13 Stunden gilt als vorteilhaft für den Stoffwechsel.

Proteinwahl beeinflusst Darmentzündungen

Eine Studie in Cellular and Molecular Gastroenterology (Juni 2026) an Tiermodellen zeigt: Rindfleisch-Protein erhöhte die Schwere von Darmentzündungen. Erbsenprotein hingegen begünstigte den mildesten Krankheitsverlauf. Die Ursache liegt in der Interaktion des Mikrobioms mit den Gallensäuren.

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Die Ernährungsmedizinerin Dr. Nicole Steenfatt warnte in einem Fachgespräch vor Lebensmitteln, die systemische Entzündungen verstärken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bekräftigt: täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe. Lösliche Ballaststoffe aus Hafer oder Äpfeln sowie unlösliche aus Vollkornprodukten senken das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme beeinflusst Entzündungsgene

Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und der Charité (Juni 2026) an übergewichtigen Probanden zeigt: 1.386 Gene im Fettgewebe folgen einem tageszeitlichen Rhythmus. Ein fettreiches Frühstück mit kohlenhydratreichem Abendessen verbesserte die Insulinsensitivität. Eine fettreiche Mahlzeit am Abend steigerte hingegen die Aktivität von Entzündungsgenen.

Darmflora beeinflusst auch neurodegenerative Erkrankungen

Eine am 23. Juni 2026 veröffentlichte Studie in Alzheimer's & Dementia mit fast 10.000 Teilnehmern deutet darauf hin: Eine geringere mikrobielle Vielfalt im Darm und das Fehlen bestimmter Bakterien könnten das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen erhöhen. Als schützend identifiziert wurden Vollwertkost, pflanzliches Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren.

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Neues Forschungsprojekt EMVIC startet im Juli

Um die Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Ernährung und Immunsystem weiter zu entschlüsseln, startet am 1. Juli 2026 das mit 1,2 Millionen Euro geförderte Projekt EMVIC. Unter Beteiligung der Medizinischen Hochschule Hannover untersuchen Forscher die Effekte von Schadstoffen und Ernährung auf das Mikrobiom von Kindern und Jugendlichen.

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