Untersuchung, E-Autos

Untersuchung: E-Autos halten Magnetfeld-Höchstwerte ein

09.04.2025 - 14:17:06

Das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz hat mehrere Autos auf Magnetfelder hin untersucht. Die können schon von elektrischen Fensterhebern verursacht werden.

Bei Fahrten mit E-Autos entstehen keine gesundheitsschĂ€dlichen Magnetfelder. Das geht aus einer Untersuchung des Bundesamtes fĂŒr Strahlenschutz hervor, bei der alle untersuchten Elektro-Fahrzeuge die empfohlenen Grenzwerte einhielten. Die Messwerte lagen demnach jeweils durchgehend im unschĂ€dlichen Bereich. 

Im Detail stellte sich bei der Untersuchung unter anderem heraus, dass die Magnetfelder im Fußbereich am stĂ€rksten sind, wĂ€hrend sie im Kopf- und Rumpfbereich meist niedrig waren. Das könnte auf eine im Boden eines Fahrzeuges lokalisierte Batterie zurĂŒckzufĂŒhren sein. Die Motorleistung gebe keinen Hinweis auf die StĂ€rke der Magnetfelder. Einen Einfluss habe aber beispielsweise die Fahrweise: Wer sportlich fahre, erzeuge stĂ€rkere Magnetfelder.

Magnetfelder in allen Autos vorhanden

Magnetfelder treten laut dem Bundesamt in allen Kraftfahrzeugen auf und werden unter anderem durch Klimaanlagen oder elektrische Fensterheber erzeugt. «Die großen Unterschiede zwischen den Fahrzeugmodellen zeigen, dass Magnetfelder in Elektroautos nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig stark und auch nicht stĂ€rker ausgeprĂ€gt sein mĂŒssen als in herkömmlichen Pkw», sagt die PrĂ€sidentin des Bundesamtes, Inge Paulini. 

FĂŒr die Studie untersuchten das Bundesamt und das Bundesumweltministerium unter anderem die Magnetfelder an den SitzplĂ€tzen von vierzehn Autos der Baujahre 2019 bis 2021. Darunter waren elf rein elektrisch angetriebene Pkw, zwei Hybridfahrzeuge sowie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Gemessen wurde jeweils an den SitzplĂ€tzen und in unterschiedlichen BetriebszustĂ€nden. Tests wurden demnach auf dem PrĂŒfstand, auf einer Versuchsstrecke und im regulĂ€ren Verkehr durchgefĂŒhrt. 

Auch E-Roller und -MotorrÀder wurden untersucht - mit Àhnlichen Ergebnissen. Fahrzeughersteller waren den Angaben nach nicht an der Untersuchung beteiligt.

@ dpa.de