Marburg-FĂ€lle, Ruanda

Keine neuen Marburg-FĂ€lle in Ruanda seit zwei Wochen

14.11.2024 - 10:19:59

Das gefĂ€hrliche Marburg-Virus wurde vor Wochen von Flughunden auf Menschen ĂŒbertragen. 15 Patienten starben. Ob der Ausbruch in Ruanda wirklich vorbei ist, wird sich erst in einigen Wochen zeigen.

In Ruanda wÀchst die Hoffnung auf ein Ende des Marburg-Virus-Ausbruchs. Seit Ende Oktober sind keine neuen KrankheitsfÀlle im Zusammenhang mit dem tödlichen Virus mehr gemeldet worden, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilte. 

Sollten in den 42 Tagen nach dem Gesunden des letzten Patienten keine weiteren FĂ€lle mehr entdeckt werden, könne der Ausbruch fĂŒr beendet erklĂ€rt werden, hieß es. Dieser Zeitraum entspricht der zweifachen Inkubationszeit des Virus. 

Bislang 66 nachgewiesene FĂ€lle

Das ostafrikanische Land hatte Ende September den Ausbruch gemeldet. Das Virus kann hohes Fieber und Symptome wie Muskelschmerzen, BauchkrÀmpfe, Durchfall und blutiges Erbrechen auslösen. 

Seit Beginn des Ausbruchs sind laut WHO 66 Marburg-FĂ€lle aufgetreten. 15 Patienten starben. Der ĂŒberwiegende Teil der Infektionen betraf medizinisches Personal in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Ein Verdacht auf das Marburg-Virus bei zwei Menschen in Hamburg bestĂ€tigte sich nicht.

Der Ausbruch begann dem Gesundheitsministerium zufolge durch eine Übertragung von Flughunden auf Arbeiter in der NĂ€he einer Bergbaumine. Der Erreger trĂ€gt den Namen der hessischen Stadt Marburg, weil sich dort 1967 Laborangestellte mit dem bis dahin nicht bekannten Virus bei Versuchsaffen infiziert hatten.

@ dpa.de