Ruanda, Marburg-Virus-Ausbruch

Ruanda erklĂ€rt Marburg-Virus-Ausbruch fĂŒr beendet

20.12.2024 - 11:39:22

Das gefĂ€hrliche Marburg-Virus wurde vor Wochen von Flughunden auf Menschen ĂŒbertragen. 15 Patienten starben. Nun ist der Ausbruch in Ruanda endlich vorbei.

   Im ostafrikanischen Ruanda hat die Regierung den Ausbruch des Marburg-Virus fĂŒr beendet erklĂ€rt. Seit Ende Oktober seien keine neuen KrankheitsfĂ€lle im Zusammenhang mit dem tödlichen Virus mehr gemeldet worden, sagte Gesundheitsminister Sabin Nsanzimana. ZusĂ€tzlich seien in den 42 Tagen nach dem Gesunden des letzten Patienten keine weiteren FĂ€lle mehr entdeckt worden. Dieser Zeitraum entspricht der zweifachen maximalen Inkubationszeit des Virus. 

Der kleine Binnenstaat mit rund 14 Millionen Einwohnern, der ungefĂ€hr der GrĂ¶ĂŸe Brandenburgs entspricht, hatte Ende September den Ausbruch gemeldet. Das Virus kann hohes Fieber und Symptome wie Muskelschmerzen, BauchkrĂ€mpfe, Durchfall und blutiges Erbrechen auslösen. 

Insgesamt 66 FĂ€lle gemeldet

Seit Beginn des Ausbruchs sind laut der Weltgesundheitsorganisation WHO 66 Marburg-FĂ€lle aufgetreten. 15 Patienten starben, wĂ€hrend 51 Patienten genesen seien. Der ĂŒberwiegende Teil der Infektionen betraf medizinisches Personal in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Ein Verdacht auf das Marburg-Virus bei zwei Menschen in Hamburg bestĂ€tigte sich nicht.

Der Ausbruch begann dem Gesundheitsministerium zufolge durch eine Übertragung von Flughunden auf Arbeiter in der NĂ€he einer Bergbaumine. Der Erreger trĂ€gt den Namen der hessischen Stadt Marburg, weil sich dort im Jahr 1967 Labormitarbeiter mit dem bis dahin nicht bekannten Virus bei Versuchsaffen infiziert hatten.

@ dpa.de