USA, Medien

Disney senkt Verlust im Streaming-GeschÀft

09.08.2023 - 23:06:45 | dpa.de

Das Sparprogramm von Konzernchef Bob Iger zeigt Wirkung: Disney war in der Lage, beim Videostreaming-GeschÀft seine Verluste zu senken.

Das Logo von Walt Disney auf einem Bildschirm an der New Yorker Börse. Disney und andere Streaming-Anbieter haben bisher hohe Verluste in Kauf genommen, um dem Vorreiter Netflix Marktanteile abzujagen. - Foto: Richard Drew/AP/dpa
Das Logo von Walt Disney auf einem Bildschirm an der New Yorker Börse. Disney und andere Streaming-Anbieter haben bisher hohe Verluste in Kauf genommen, um dem Vorreiter Netflix Marktanteile abzujagen. - Foto: Richard Drew/AP/dpa

Der Unterhaltungsriese Disney hat seine Verluste im Videostreaming-GeschÀft im vergangenen Quartal halbieren können. Die Sparte mit dem Netflix-Konkurrenzdienst Disney+ verbuchte allerdings immer noch operativ rote Zahlen von 512 Millionen Dollar (466,5 Mio Euro). Firmenchef Bob Iger verordnete Disney ein Sparprogramm. Nun sieht er sich auf Kurs, sogar mehr als die angestrebten 5,5 Milliarden Dollar einzusparen, wie er am Mittwoch betonte.

Disney und andere Videostreaming-Anbieter nahmen zunÀchst hohe Verluste in Kauf, um Netflix Marktanteile abzujagen. Doch inzwischen versuchen sie, profitabler zu wirtschaften. Disney hat zusÀtzlich das Problem, dass das lange Zeit lukrative Kabel-TV-GeschÀft in den USA schrumpft. Im vergangenen Quartal sanken die Erlöse des Bereichs um sieben Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis fiel um 23 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Der Streaming-Umsatz legte derweil um neun Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar zu. Die Abonnentenzahl von Disney+ erhöhte sich binnen drei Monaten von 104,9 auf 105,7 Millionen. Im indischen Streaming-GeschÀft fiel die Kundenzahl aber um rund ein Viertel um gut 40 Millionen.

Die Freizeitparks und Kreuzfahrt-Reederei machten Disney in dem Quartal unterdessen weiter Freude: Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar und das operative Ergebnis um als Prozent auf 2,4 Milliarden.

FĂŒr den gesamten Konzern bedeutete die Entwicklung ein Umsatzplus von vier Prozent auf 22,3 Milliarden Dollar. Unterm Strich gab es einen Verlust von 460 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von 1,4 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.

Die Aktie gab im nachbörslichen Handel am Mittwoch zeitweise um rund ein Prozent nach. Die Abonnentenzahlen im Streaming und der Umsatz lagen unter den Erwartungen der Analysten, wĂ€hrend Disney sie beim Ergebnis pro Aktie ĂŒbertraf.

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