Sumpf-Blutauge, Blume

Sumpf-Blutauge ist «Blume des Jahres 2025»

24.10.2024 - 11:15:37

Das Sumpf-Blutauge wÀchst vor allem in feuchten Mooren. Da viele aber ausgetrocknet sind, gilt die Pflanzenart heute als gefÀhrdet. Als «Blume des Jahres» soll sie ein besonderes Zeichen setzen.

Das Sumpf-Blutauge ist die «Blume des Jahres 2025». Mit der Wahl möchte die Loki-Schmidt-Stiftung ein Zeichen fĂŒr den Schutz und die Renaturierung von Mooren setzen, in denen die Pflanzenart beheimatet ist. «Die Zerstörung unserer Moore muss enden», sagte StiftungsgeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Jahn in Hamburg. Ihre EntwĂ€sserung und landwirtschaftliche Nutzung mĂŒsse gestoppt werden, um die Moore wieder in ihren natĂŒrlichen Zustand zu versetzen.

Das Sumpf-Blutauge (Comarum palustre) wĂ€chst vor allem in hellen, feuchten und nĂ€hrstoffarmen LebensrĂ€umen. Aus den behaarten StĂ€ngeln wachsen BlĂŒten mit spitzen BlĂ€ttern, die purpurfarben, braun oder blutrot gefĂ€rbt sind. In seiner BlĂŒtezeit von Mai bis August lockt es Insekten wie Wildbienen und Fliegen an und versorgt sie mit Nektar und Pollen.

VernĂ€ssung der Moore auch fĂŒr Klimaschutz wichtig

Durch die EntwĂ€sserung vieler Moore, GrĂ€ben oder Flussufer sei die Blume in den vergangenen Jahrzehnten jedoch auf ein «Restvorkommen» geschrumpft. In zwölf BundeslĂ€ndern steht sie daher auf der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten. Da in trockenen Mooren besonders viele klimaschĂ€dliche Gase freigesetzt werden, ist ihre WiedervernĂ€ssung auch fĂŒr den Klimaschutz besonders wichtig.

Als RosengewĂ€chs gehört das Sumpf-Blutauge zur selben Familie wie Apfel und Erdbeere. Zwischen den BlĂŒtenblĂ€ttern wachsen kleine NĂŒsse heran, die sich hĂ€ufig im Gefieder von Wasservögeln festhaken und von diesen weitergetragen werden. Dazu können die NĂŒsse bis zu einem Jahr auf der WasseroberflĂ€che treiben, bis sie an einem neuen Wuchsort angeschwemmt werden.

Die Biologin Loki Schmidt (1919-2010), Frau von Altkanzler Helmut Schmidt (1918-2015), hatte die Aktion 1980 ins Leben gerufen. Zur «Blume des Jahres 2024» wurde die Grasnelke gekĂŒrt.

@ dpa.de