DATAGROUP gewinnt Millionen-Auftrag: Service-Desk für Dataport übernommen
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 22:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das Unternehmen wird künftig den zentralen Nutzer-Service-Desk der Dataport AöR betreiben – ein Auftrag im zweistelligen Millionenbereich.
Strategischer Coup für den deutschen IT-Dienstleister
Der Vertrag mit Dataport, einem der größten öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleister Deutschlands, hat eine Laufzeit von fünf Jahren. DATAGROUP übernimmt die Verantwortung für einen Service-Desk mit hohem Volumen: Monatlich müssen bis zu 30.000 Anrufe und 25.000 Tickets bearbeitet werden.
Für DATAGROUP ist der Auftrag ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Position im öffentlichen Sektor. Die Vereinbarung zeigt den wachsenden Trend, dass große öffentliche Einrichtungen ihre kritische Support-Infrastruktur an spezialisierte private Partner auslagern. Das Ziel: komplexe Nutzeranforderungen effizienter managen.
Service-Desk-Markt boomt weltweit
Der Markt für ausgelagerte Service-Desks wächst rasant. Laut aktuellen Marktforschungsdaten erreichte der Sektor 2026 ein Volumen von umgerechnet rund 8,55 Milliarden Euro. Analysten prognostizieren ein Wachstum auf 27,44 Milliarden Euro bis 2035 – das entspricht einer jährlichen Steigerung von 15,69 Prozent.
Haupttreiber sind die zunehmende Integration von Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und umfassende Digitalisierungsinitiativen. Ein Vergleich mit dem deutschen Markt zeigt: Auch hierzulande investieren Bund, Länder und Kommunen massiv in die Modernisierung ihrer IT-Landschaften.
Rebranding-Welle im US-Markt
Der Dataport-Deal zeigt: Auch große öffentliche Auftraggeber setzen auf spezialisierte Partner für ihren Service-Desk. Was bedeutet das für Ihre Ausschreibungsstrategie? Unser Leitfaden liefert die wichtigsten Hebel – von der Checkliste bis zum hybriden Cloud-Ansatz. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Passend zu diesen Marktentwicklungen vollzieht der US-Dienstleister Govplace einen Strategiewechsel: Das Unternehmen firmiert künftig unter dem Namen Digital Compass. Die Firma, die bereits Technologielösungen im Wert von über einer Milliarde Euro an 20 Bundesbehörden geliefert hat, konzentriert sich nun auf umfassende IT-Dienstleistungen für alle Regierungsebenen.
Personalrochaden und internationale Aufträge
Der öffentliche Sektor bleibt auch personell in Bewegung. NinjaOne hat Mitchell Plonski zum Senior Vice President für den globalen öffentlichen Sektor ernannt. Plonski bringt Erfahrung aus dem US-Heer und dem Lagezentrum des Weißen Hauses mit. Das Unternehmen hatte zuvor wichtige regulatorische Hürden genommen, darunter den FedRAMP-Moderate-Status im September 2025.
In Malaysia sicherte sich Infomina Bhd einen Wartungsvertrag mit der Straßenverkehrsbehörde JPJ. Der auf 36 Monate angelegte Vertrag im Wert von umgerechnet rund 4,5 Millionen Euro erhöht den Gesamtauftragsbestand des Unternehmens auf etwa 118 Millionen Euro.
Schattenseiten des Outsourcing-Trends
Doch die Auslagerungsstrategie ist nicht unumstritten. In Australien hat die Regierung trotz eines Anstiegs der Ausgaben für externe Arbeitskräfte um umgerechnet 720 Millionen Euro spezifische Outsourcing-Vorgaben für den öffentlichen Dienst gestrichen. Die Gesamtausgaben für Zeitarbeitskräfte stiegen im Haushaltsjahr 2024/25 auf rund 2,1 Milliarden Euro.
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Die Gewerkschaft CPSU fordert mehr Kontrolle. Der australische Bundesrechnungshof soll bis Oktober 2026 einen formellen Prüfbericht vorlegen.
Branchenexperten wie Andrew Puddephatt von Nutanix betonen, dass die IT-Infrastruktur des öffentlichen Sektors flexibel und portabel bleiben müsse. Hybride Cloud-Ansätze seien zunehmend notwendig, um Herausforderungen wie Lieferkettenprobleme, steigende Kosten und den anhaltenden Fachkräftemangel zu bewältigen.
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