Datenschutz, China

Datenschutz: China mahnt 71 Apps wegen illegaler Datenerhebung ab

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 21:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Chinesische Behörden ahnden nach Fristablauf 17 Apps wegen anhaltender Datenschutzmängel. Insgesamt 71 Anwendungen wurden wegen illegaler Datensammlung geprüft.

China mahnt 17 Apps nach Frist ab: Datenschutzverstöße bei 71 Anwendungen
Nahaufnahme einer Hand, die ein Smartphone hält, während im Hintergrund digitale Datenströme angedeutet werden. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In einer umfassenden Untersuchung haben chinesische Regulierungsbehörden 71 mobile Anwendungen wegen illegaler Datenerhebung und mangelnder Transparenz beim Schutz der Privatsphäre beanstandet.

Zu den betroffenen Diensten gehören namhafte Plattformen wie ????, ??HD sowie ????. Die Behörden werfen den Betreibern vor, Nutzerdaten ohne ausreichende Rechtsgrundlage gesammelt und die gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten vernachlässigt zu haben.

Die Vorwürfe basieren auf einer detaillierten Prüfung, die insgesamt elf verschiedene Kategorien von Verstößen abdeckte. Besonders häufig stellten die Kontrolleure fest, dass Anwendungen Informationen ohne die ausdrückliche Zustimmung der Anwender erfassten. Dies betraf laut den behördlichen Angaben 26 der untersuchten Apps.

Zudem fehlten bei 41 Programmen detaillierte Datenschutzerklärungen, die den Nutzern Aufschluss darüber geben, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet und gespeichert werden.

Um die Einhaltung der geltenden Datenschutzstandards sicherzustellen, hatten die Aufsichtsorgane den betroffenen Unternehmen bereits im Vorfeld eine Frist zur Nachbesserung gesetzt. Die 71 identifizierten Anwendungen mussten die festgestellten Mängel bis zum 15. Juni 2026 korrigieren.

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Nach Ablauf dieser Frist erfolgte eine erneute Prüfung, um den Erfolg der Maßnahmen zu verifizieren. Die Ergebnisse dieser Folgekontrolle zeigen jedoch, dass nicht alle Anbieter den Aufforderungen in vollem Umfang nachgekommen sind. Insgesamt 17 der ursprünglich gemeldeten Apps wurden nach der erneuten Überprüfung offiziell abgemahnt.

Die Maßnahmen der chinesischen Behörden verdeutlichen den zunehmenden regulatorischen Druck auf Anbieter mobiler Software. Die elf definierten Verstoßkategorien dienen dabei als Grundlage für eine systematische Überwachung des Marktes, um die illegale Sammlung persönlicher Daten einzudämmen. Besonders die fehlende Transparenz bei Datenschutzerklärungen wurde als gravierendes Defizit hervorgehoben.

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Die betroffenen Unternehmen, darunter der Reisedienstleister ???? sowie die Plattformen ??HD und ????, stehen nun vor der Herausforderung, ihre Systeme und Richtlinien grundlegend zu überarbeiten.

Die Aufsichtsbehörden betonten in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer lückenlosen Transparenz, um das Vertrauen der Nutzer in digitale Dienste langfristig zu sichern und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Privatsphäre zu gewährleisten.

Die jüngsten Abmahnungen signalisieren, dass die Regulierungsbehörden bereit sind, bei anhaltenden Verstößen weitere Sanktionen gegen App-Betreiber einzuleiten.

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