Router, Wesen

Dein Router, das unbekannte Wesen

Veröffentlicht am: 12.06.2024 um 09:00 Uhr | pressetext, AD HOC NEWS
Jena - Über eine Million Router des US-Internetproviders Windstream wurden gehackt und sind damit unbrauchbar geworden. Unbekannte hatten im Oktober letzten Jahres Malware per Update in GerĂ€ten zweier verschiedener Hersteller eingeschleust und sie so zerstört. Das Motiv hinter der Attacke ist laut Medienberichten (https://www.heise.de/news/Hunderttausende-Router-eines-US-Providers-zerstoert-9742582.html) noch unklar. Die Folgen waren umso klarer: Mehrere hunderttausend Menschen und Betriebe konnten nicht auf das Internet zugreifen. Zudem musste der Provider die betroffenen GerĂ€te austauschen.

Jena - Über eine Million Router des US-Internetproviders Windstream wurden gehackt und sind damit unbrauchbar geworden. Unbekannte hatten im Oktober letzten Jahres Malware per Update in GerĂ€ten zweier verschiedener Hersteller eingeschleust und sie so zerstört. Das Motiv hinter der Attacke ist laut Medienberichten ( https://www.heise.de/news/Hunderttausende-Router-eines-US-Providers-zerstoert-9742582.html ) noch unklar. Die Folgen waren umso klarer: Mehrere hunderttausend Menschen und Betriebe konnten nicht auf das Internet zugreifen. Zudem musste der Provider die betroffenen GerĂ€te austauschen.

"Der Router-Hack in den USA ist in vielerlei Hinsicht mysteriös. Nicht zuletzt, weil die Hacker sich auf einen einzelnen Anbieter eingeschossen haben, obwohl es ihnen ein Leichtes gewesen wÀre, auch GerÀte anderer Provider anzugreifen. VorfÀlle wie diese werden in Zukunft eher die Regel als die Ausnahme bilden. Netzwerkrouter sind höchst relevante GerÀte und ein erfolgreicher Angriff auf wenige Modelle hat weitreichende AusfÀlle zur Folge", ordnet ESET-IT-Sicherheitsexperte Alexander Opel das Geschehen ein.

Was dieser Vorfall bedeutet, welche Gefahr sonst noch fĂŒr Router besteht und wie Nutzer sich schĂŒtzen können, klĂ€ren wir im folgenden Beitrag.

Eintrittstor ins Internet, HintertĂŒr fĂŒr Cyberkriminelle

Netzwerkrouter im Heimnetzwerk dienen dazu, die Internetverbindung, die vom Internetdienstanbieter bereitgestellt wird, auf mehrere GerĂ€te im Haus zu verteilen. DarĂŒber hinaus leitet er Datenpakete zwischen diesen GerĂ€ten und dem Internet hin und her, sodass Nutzer auf Online-Dienste zugreifen können.

Auch in Deutschland sind Router ein beliebtes Ziel fĂŒr kriminelle Hacker: In den letzten Monaten kam es immer wieder zu vermehrten Zugriffsversuchen auf Router. Die Masche: Durch Ausprobieren versuchten sie, auf GerĂ€te zuzugreifen, die sich ĂŒber das Internet per Fernzugriff verwalten ließen. Haben Hacker erst einmal Zugriff auf den Router, können sie große SchĂ€den im Netzwerk anrichten. Das reicht von Störungen des laufenden Netzwerkbetriebs bis hin zu Datenverlusten und Ransomware- Angriffen.

Der Windstream-Vorfall zeigt, welche kritische Rolle die GerĂ€te fĂŒr Verbraucher einnehmen: Fallen sie aus, können Computer, Smart-TVs und andere GerĂ€te nur ĂŒber Umwege (z. B. einen mobilen Hotspot) aufs Internet zugreifen. FĂŒr betroffene Unternehmen bedeutet ein erfolgreicher Hack hohe finanzielle Verluste.

Einfache Tipps fĂŒr die Routersicherheit

"Obwohl Router eine so zentrale Rolle bei der Sicherheit des Netzwerks spielen, wird ihre Sicherheit oft stiefmĂŒtterlich behandelt", so Opel weiter. "Viele Menschen wissen nicht, wie sie auf den Router in ihrem Heimnetzwerk zugreifen und ihn absichern."

Internetrouter lassen sich ĂŒber alle Internetbrowser ansteuern und konfigurieren. Dazu reicht es aus, die IP-Adresse des GerĂ€ts in die Suchleiste des Browsers einzugeben und das GerĂ€tepasswort bereitzuhalten. Diese Adresse ist gerĂ€tetypisch, z.B. haben FRITZ!Boxen meist 192.168.178.1.

LĂ€sst sich die IP des eigenen Routers partout nicht finden, können Windows-Nutzer sie auch ĂŒber die Eingabekonsole des Betriebssystems herausfinden. Dazu drĂŒcken sie die Windows-Taste + R, geben in das erschienene Feld "cmd" ein und drĂŒcken die Eingabetaste. In das neue Fenster geben sie dann "ipconfig" ein. Die Konsole zeigt in der Zeile "Standardgateway" die IP-Adresse des Routers an. MAC-Nutzer finden die Adresse in den "Netzwerkeinstellungen" und dort unter "Router".

Nutzer von ESET HOME Security Essential, Premium und Ultimate sehen ĂŒber die Funktion "Sicheres Heimnetzwerk" in der Windows-Software den Status aller aktuell und in der Vergangenheit mit dem Netzwerk verbundenen GerĂ€te. Auch ihre IP-Adresse wird hier angezeigt. Sollte der Router ĂŒber eine bekannte Schwachstelle verfĂŒgen, weist die Lösung darauf hin und gibt weitere Informationen zum erkannten Problem. DarĂŒber hinaus sehen Nutzer unter "Empfehlungen" und "Schutz" Tipps fĂŒr die Sicherheit von Routern. , FĂŒr Verbraucher hat der Experte folgende Tipps:

* Ändern Sie das Standard-Passwort Ihres Routers : Einige Router kommen immer noch mit einem Standard-Passwort, das leicht zu erraten ist (z. B. "admin"). Ändern Sie dieses Passwort in etwas Einzigartiges und Starkes. * Richten Sie ein GĂ€ste-W-LAN ein: Alle modernen Router unterstĂŒtzen die Einrichtung eines separaten GĂ€ste-W-LANS. Dies hat den Vorteil, dass Sie ihr Hauptnetzwerk vor eventueller Schadsoftware schĂŒtzen, die sich auf GerĂ€ten Ihrer GĂ€ste befindet. Außerdem schĂŒtzen Sie Ihr W-LAN-Passwort vor der Weitergabe. * Deaktivieren Sie die Fernverwaltung : Viele Router erlauben es Ihnen, sie ĂŒber das Internet zu verwalten. Dies kann jedoch ein Sicherheitsrisiko darstellen, wenn es von jemandem ausgenutzt wird, der nicht autorisiert ist. Deaktivieren Sie diese Funktion, wenn Sie sie nicht benötigen. * Aktivieren Sie die Firewall ihres Routers : Die meisten Router verfĂŒgen ĂŒber eine eingebaute Firewall, die helfen kann, unerwĂŒnschten Datenverkehr zu blockieren. Stellen Sie sicher, dass diese aktiviert ist. * Verwenden Sie zusĂ€tzlich WPA3 fĂŒr Ihr WLAN : WPA3 ist der neueste und sicherste Standard fĂŒr die WLAN-VerschlĂŒsselung. Verwenden Sie ihn, sofern ihre GerĂ€te ihn unterstĂŒtzen. * Ändern Sie den Namen Ihres Netzwerks (SSID) : Der Standard-SSID des Routers gibt Auskunft ĂŒber die Modellnummer des GerĂ€ts. Potenzielle Angreifer wissen somit, um welche Hardware es sich handelt und können ggf. bekannte SicherheitslĂŒcken ausnutzen. Ein eigener SSID sollte keine RĂŒckschlĂŒsse zulassen. * Nutzen Sie eine Sicherheitslösung, die Router mit abdeckt (z. B. ESET HOME Security Premium) : Diese zeigt Schwachstellen in ihrem Router auf und verbessert den Schutz ihres Netzwerkes.

Weitere Tipps zur Sicherheit von Netzwerkroutern gibt es auf ESETs Blog WeLiveSecurity ( https://www.welivesecurity.com/deutsch/2018/01/24/5-sicherheitstipps-router-sicherheit/ ) und der Seite des BSI ( https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Router-WLAN-VPN/router-wlan-vpn_node.html ).

(Ende)

Aussender: ESET Deutschland GmbH Ansprechpartner: Philipp Plum Tel.: +49 3641 3114 141 E-Mail: philipp.plum@eset.com Website: www.eset.de

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