Demenz: 100.000 Neuerkrankungen jährlich – neue Trainings- und Wohnkonzepte
23.06.2026 - 17:22:49 | boerse-global.de
000 Demenz-Neuerkrankungen allein in Deutschland. Regionale Akteure in Österreich und Deutschland reagieren mit neuen Angeboten – von kognitivem Training bis zu speziellen Wohnkonzepten.
Kostenloses Schnuppertraining in Mattighofen
Die Demenzservicestelle Braunau bietet am 7. Juli 2026 ein kostenloses Schnuppertraining an. Von 8:30 bis 10:30 Uhr können Interessierte im alten Stadtamt am Stadtplatz das MAS-Ressourcentraining kennenlernen. Unter der Leitung von Yvonne Numberger geht es darum, vorhandene Fähigkeiten von Betroffenen zu erhalten und zu fördern.
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Parallel dazu setzt die Initiative digiDEM Bayern auf Früherkennung. Zusammen mit der Stadt Neusäß organisiert sie am 1. Juli 2026 einen kostenfreien Screeningtag im Rathaus. Bürger ab 65 Jahren können dort einen kurzen Gedächtnistest machen. Die Tests dienen der Orientierung – eine ärztliche Diagnose ersetzen sie nicht.
Waldraum und Begegnungszentrum: Neue Versorgungskonzepte
Im Seniorenheim Mittersill entstand ein sogenannter Waldraum zur Sinnesaktivierung. Pflegedienstleiter Michael Bachmaier nutzt Duftstationen und Tierpräparate, um Erinnerungen und Sinne der Bewohner anzusprechen.
Auch im ambulanten Bereich tut sich etwas. Für August 2026 ist die Eröffnung eines Begegnungszentrums im Von-Ehrlich-Haus in Tutzing geplant. Die Einrichtung der Ambulanten Krankenpflege soll von Dienstag bis Freitag für Menschen mit leichten psychischen Störungen und früher Demenz offenstehen. Integriert ist auch das Projekt „Hop“ für Krebserkrankte. Die Finanzierung läuft teils über Eigenanteile, für Härtefälle sind Befreiungen möglich.
Schulungen für Helfer und Angehörige
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Die Hauswirtschaftsschule Schwabmünchen setzt auf Qualifizierung. Im Wahlpflichtmodul „Unterstützung im Alltag“ lernen künftige Alltagsbegleiter unter anderem durch Demenzparcours und Biografiearbeit. Ziel ist es, pflegende Angehörige wirksam zu entlasten.
Am 2. Juli 2026 findet zudem eine Schulung für ehrenamtliche Helfer im Landratsamt Haßberge statt. Die Programme richten sich an Personen, die nicht mit den Pflegebedürftigen verwandt sind oder im selben Haushalt leben. Die Einsätze lassen sich über den gesetzlichen Entlastungsbetrag von 131 Euro pro Monat ab Pflegegrad 1 abrechnen.
Auch soziale Treffpunkte helfen: Der monatliche Gesprächskreis des DRK in Koblenz plant das nächste Treffen für den 8. Juli 2026. Spezialisierte Gesundheitswanderungen in Potsdam am 27. Juni 2026 leisten ebenfalls einen Beitrag zur sozialen Stabilisierung von Betroffenen und ihren Familien.
