Demenz: 36 Prozent der FĂ€lle sind durch Lebensstil vermeidbar
16.06.2026 - 00:30:14 | boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle Studie der UniversitÀt Leipzig.
Forscher werteten Daten der NAKO-Gesundheitsstudie mit rund 150.000 Teilnehmenden aus. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Mai 2026 im Fachjournal âAlzheimer's & Dementiaâ. Bereits bei 20- bis 39-JĂ€hrigen sinkt die Hirnleistung, wenn Risikofaktoren vorliegen.
Jeder dritte Demenzfall ist vermeidbar
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Zur Bewertung nutzen Wissenschaftler den LIBRA-Score. Bei jĂŒngeren Menschen dominieren Verhaltensweisen, bei Ălteren physische Faktoren wie Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte.
Rund 36 Prozent der DemenzfĂ€lle in Deutschland gelten als potenziell beeinflussbar. Aktuell sind etwa 1,8 Millionen Menschen betroffen â bis 2050 könnten es 2,7 Millionen sein. Die Modifikation dieser Risikofaktoren gewinnt damit enorm an Bedeutung.
VR-Brillen fĂŒr Senioren
Neben PrĂ€vention rĂŒcken technologische AnsĂ€tze in den Fokus. Mitte Juni 2026 testeten Bewohner eines Wiener Pensionistenwohnhauses moderne Technologien: Virtual-Reality-Brillen, KI-gestĂŒtzte Bildbearbeitung und Spielkonsolen.
Die Bewohner waren ĂŒber 80 und 90 Jahre alt. Der generationenĂŒbergreifende Austausch mit Jugendlichen unterstĂŒtzte das Projekt. Die spielerische Auseinandersetzung mit neuen Medien stĂ€rkt nicht nur die digitale Teilhabe, sondern fördert auch kognitive AnpassungsfĂ€higkeit und soziale Interaktion.
Bewegung und Gemeinschaft verbinden
Die Kombination aus körperlicher AktivitĂ€t und sozialem Austausch gilt als SchlĂŒssel gegen kognitiven Abbau. Im Juni und Juli 2026 bietet Nordrhein-Westfalen kostenlose Sitztanzkurse fĂŒr Senioren an â Bewegung ohne Partner, speziell zugeschnitten auf Ă€ltere Menschen.
Wanderungen und gemeinsame AusflĂŒge, organisiert von SeniorenbeirĂ€ten und Vereinen, fördern MobilitĂ€t und mentale VitalitĂ€t durch Naturerlebnisse und Gemeinschaft. In Speyer startet Ende Juni 2026 eine Aktionswoche gegen Einsamkeit mit PlauderspaziergĂ€ngen, Sitzsport und FachvortrĂ€gen.
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Hilfe nach SchÀdeltraumata
Ein weiterer Aspekt: die Rehabilitation nach physischen BeeintrĂ€chtigungen. JĂ€hrlich verursachen SchĂ€deltraumata rund 155.000 Krankenhausaufenthalte in Frankreich. Betroffene leiden unter GedĂ€chtnisstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten und chronischer MĂŒdigkeit.
Reine Willenskraft reicht laut Experten nicht aus. Stattdessen helfen externe Kompensationsstrategien: Kalender, strukturierte Listen und digitale Hilfsmittel erleichtern den Alltag und sichern die LebensqualitÀt der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
