Demenz-App, Jena

Demenz-App aus Jena: Musik-Therapie jetzt bundesweit in Heimen

27.06.2026 - 10:33:38 | boerse-global.de

Eine Studie belegt die stimmungsaufhellende Wirkung einer Musik-App bei Demenzkranken. Ab 2026 soll sie in ganz Deutschland in Pflegeheimen eingesetzt werden.

Jenaer Musik-App gegen Demenz: Bundesweiter Rollout ab 2026
Demenz-App - Eine Ă€ltere Person interagiert mit einer Tablet-App, umgeben von abstrakten Elementen, die Neuropsychologie und digitale Assistenzsysteme darstellen. 27.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Eine neue Musik-App aus Jena soll Demenzkranken helfen – und bald bundesweit in Pflegeheimen zum Einsatz kommen.

Musik als Therapie: App zeigt Erfolge in Pflegeheimen

Forschende der UniversitĂ€t Jena entwickelten eine Musik-App fĂŒr Menschen mit Demenz. Die Anwendung basiert auf individuellen Playlists. Eine Studie in fĂŒnf Pflegeheimen zwischen 2018 und 2021 belegte eine deutliche Stimmungsaufhellung bei den Nutzern. Jetzt wird das Projekt auf die hĂ€usliche Pflege ausgeweitet. Ab 2026 soll die App bundesweit in Pflegeeinrichtungen verfĂŒgbar sein.

Wenn Hören und Sehen das Demenz-Risiko beeinflussen

Parallel rĂŒcken SinnesbeeintrĂ€chtigungen als Risikofaktoren in den Fokus. Experten wie Klara Wolf und Thilo Hohmeister diskutierten in Regensburg ĂŒber den Zusammenhang von Gehör- und Sehverlust mit Demenz. Die Fachmesse „besser sehen“ greift das Thema am 3. Juli 2026 in Stuttgart auf. Dort stehen Hilfsmittel und MobilitĂ€t im Alter im Mittelpunkt. ErgĂ€nzend dazu lĂ€uft bis Ende Juli die Einreichungsfrist fĂŒr den Kongress „Zukunft Alter(n)“ – mit Schwerpunkten wie SturzprĂ€vention und digitaler Gesundheit.

Forschungszentren bauen Angebote aus

Das Deutsche Zentrum fĂŒr Psychische Gesundheit (DZPG) erweitert sein Programm an den Standorten Halle, Jena und Magdeburg. Die Schwerpunkte: soziale Interaktionen, entzĂŒndliche Prozesse und psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.

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Eine Jenaer Studie belegt: Individuelle Musik-Playlists heben die Stimmung von Demenzkranken deutlich. Ab 2026 kommt die App bundesweit in Pflegeheime. Der kostenlose Leitfaden zeigt, wie Sie die Musiktherapie schon heute fĂŒr Ihren Angehörigen nutzen. Kostenlosen Leitfaden anfordern

Die Bonner Uniklinik setzt verstÀrkt auf Hirnstimulation und E-Mental-Health. Klinische Studien untersuchen dort den Einfluss von Sport auf Stress bei Borderline-Patienten sowie den Zusammenhang zwischen ADHS und Finanzverhalten. Auch die Kombination von ADHS mit Substanzkonsum oder Depression wird erforscht.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz wird großes Thema

Beim 11. PrĂ€ventionsforum der Nationalen PrĂ€ventionskonferenz am 23. Juni 2026 in Berlin diskutierten rund 200 Fachleute ĂŒber Strategien fĂŒr die Arbeitswelt. Die Ergebnisse sollen in ein nationales Grundsatzpapier zur psychischen Gesundheit einfließen.

Einen Tag spĂ€ter folgte ein Workshop in Sachsen-Anhalt: Die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern schulten Ausbildungsverantwortliche in GesprĂ€chsfĂŒhrung und PrĂ€vention bei psychischen Belastungen von Azubis. Parallel dazu beleuchtete Dr. Amber Kersten in Utrecht das Potenzial von NeurodiversitĂ€t als Ressource im Arbeitsumfeld.

Fortbildungen und politische Meilensteine

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Der Bedarf an Spezialwissen wĂ€chst. Die UniversitĂ€tsmedizin Göttingen bietet am 1. Juli 2026 eine Fortbildung zu Heroin und neuen psychoaktiven Substanzen an – unter der Leitung von Georgia Wendling-Platz. In Aachen vermittelt am 4. Juli 2026 ein Kunsttherapie-Workshop gesundheitsfördernde Perspektiven durch experimentelles Arbeiten.

Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) feierte am 26. Juni 2026 ihr 20-jĂ€hriges Bestehen in Berlin. Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums wĂŒrdigten die EinfĂŒhrung der psychotherapeutischen Sprechstunde. Die VerbandsfĂŒhrung betonte den kĂŒnftigen Auftrag gegenĂŒber Patienten und dem Berufsstand.

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