Demenz-Impfstoff, Impfung

Demenz-Impfstoff: 72 Prozent der über 50-Jährigen wären zur Impfung bereit

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 19:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine US-Befragung zeigt großes Interesse an einer vorbeugenden Demenzimpfung, zugleich variiert die Bereitschaft nach Alter, Geschlecht und Herkunft.

Demenzimpfung: 72 Prozent der über 50-Jährigen wären dafür offen
Ein helles, steriles medizinisches Forschungslabor mit glatten Oberflächen und unscharfen Laborgeräten im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Die Aussicht auf präventive Impfungen gegen neurodegenerative Erkrankungen stößt in der älteren US-Bevölkerung auf breites Interesse. Laut einer Untersuchung des USC Schaeffer Center der University of Southern California, die im Fachjournal JAMA Network Open publiziert wurde, besteht unter US-Amerikanern ab 50 Jahren grundsätzlich eine hohe Offenheit für entsprechende Präparate. Gleichzeitig offenbart die Erhebung signifikante Unterschiede im Hinblick auf Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit.

Deutliche Mehrheit befürwortet präventive Impfung

In der Befragung von mehr als 1.500 US-Amerikanern über 50 Jahren gaben 72% der Teilnehmer an, dass sie wahrscheinlich oder definitiv einen Impfstoff in Anspruch nehmen würden, sofern dieser das Demenzrisiko bei Personen mit erhöhtem Risiko um 50% senkt. Das Szenario der Untersuchung bezog sich dabei auf einen kostengünstigen Mehrfachimpfstoff, der das Erkrankungsrisiko für Hochrisikopatienten halbiert.

Trotz des insgesamt positiven Trends äußerten sich nicht alle Befragten zustimmend: 21% zeigten sich bezüglich der Annahme eines solchen Mittels unsicher. Einen Anteil von 7% machten jene aus, die eine Impfung wahrscheinlich oder sicher ablehnen würden. Bislang ist allerdings weltweit noch kein Demenzimpfstoff zugelassen.

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Demografische Unterschiede bei Akzeptanz und Zögern

Bei der Aufschlüsselung nach demografischen Kriterien zeigten sich erkennbare Varianzen in der Impfbereitschaft. Mit Blick auf das Alter lag die ausdrückliche Zustimmung bei den über 70-Jährigen bei 35%, während die Gruppe der 50-Jährigen eine Zustimmungsrate von 31% aufwies.

Auch zwischen den Geschlechtern wurden Differenzen sichtbar. Frauen verzeichneten laut den Auswertungen des USC Schaeffer Center eine Zustimmung von 29%, während die Ablehnungsquote bei ihnen bei 23% lag. Bei den befragten Männern belief sich die Zustimmung auf 39%, während sich 19% ablehnend äußerten.

Darüber hinaus dokumentiert die Untersuchung ethnische Unterschiede. Unter schwarzen Amerikanern lag die Quote derer, die zögerten, bei 26%. Einen festen Entschluss zur Impfung äußerten in dieser Gruppe 20%, die sich definitiv impfen lassen würden. Bei weißen Amerikanern erreichte die Zustimmung hingegen einen Wert von 36%.

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Hinweise aus bestehenden Impfdaten

Während spezifische Demenzvakzine noch Gegenstand wissenschaftlicher Entwicklung sind, liefern bestehende Immunisierungen Anhaltspunkte für schützende Nebeneffekte auf das Nervensystem. Wie das USC Schaeffer Center anführt, ergab eine Analyse walisischer Gesundheitsdaten durch die Stanford University, dass eine Impfung gegen Gürtelrose über einen Zeitraum von sieben Jahren mit einem um 20% geringeren Demenzrisiko einherging.

Mehr zum Thema bei Frankfurter Rundschau: „Demenz-Impfstoff: 72 Prozent würden ihn nehmen – doch eine Gruppe zögert besonders“

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