Demenz-Prävention: Antientzündliche Ernährung senkt Risiko um 29%
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine neue Studie des Karolinska Institutet liefert handfeste Zahlen: Wer konsequent antientzündlich isst, senkt sein Demenzrisiko um fast ein Drittel. Der Effekt zeigt sich selbst bei Menschen mit erhöhten Alzheimer-Biomarkern.
Die Forscher analysierten Daten von 1.865 Personen ab 60 Jahren über durchschnittlich 8,4 Jahre. Das Ergebnis, veröffentlicht im Juni in JAMA Network Open: Eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten wirkt stark protektiv. Gleichzeitig reduzieren die Probanden Zucker, rotes Fleisch und stark verarbeitete Lebensmittel drastisch.
DASH-Diät als Präventions-Booster
Eine weitere Analyse aus dem März 2026 mit rund 159.000 Erwachsenen zeigt: Die DASH-Diät senkt das Risiko für kognitiven Abbau um bis zu 41 Prozent. Besonders kritisch für die Prävention: die Altersspanne zwischen 45 und 54 Jahren.
Bewegung: Schon 3.000 Schritte helfen
Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Leitlinien im Juli 2026 aktualisiert. Sie empfiehlt jetzt 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche, kombiniert mit Krafttraining.
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Forscher der City University of Hong Kong liefern konkrete Zahlen: Bereits 3.000 Schritte täglich verlangsamen die Ausbreitung Alzheimer-assoziierter Proteine im Gehirn. Bei 5.000 bis 7.500 Schritten verstärkt sich der Effekt. Entscheidend ist die Kontinuität: Ununterbrochene Aktivitätsphasen von etwa 13 Minuten senken das Demenzrisiko um 82 Prozent. In bildgebenden Verfahren zeigte sich bei diesen Personen ein größeres Hippocampusvolumen.
KI erkennt Alzheimer-Risiko sieben Jahre früher
Das KI-System NITROGEN identifiziert ein Alzheimer-Risiko mit 92 Prozent Genauigkeit – bis zu sieben Jahre vor den ersten Symptomen. Parallel dazu testet die Phase-III-Studie „PrevenTRON“ den Antikörper Trontinemab an 1.600 symptomfreien Personen.
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Auch etablierte Medikamente zeigen neue Wirkung: SGLT2-Inhibitoren senken das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent. Die Daten stammen aus einer JAMA Network Open-Publikation vom Juli 2026.
Mehr als zehn Prozent der Krebsfälle durch Übergewicht
Das Deutsche Krebsforschungszentrum warnt: Überschüssiges Körperfett verursacht über zehn Prozent aller Krebsfälle. Eine Meta-Analyse in Frontiers in Nutrition beziffert das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs bei hohem Fleischkonsum auf plus 16 Prozent. Vegetarische Ernährung senkt das Risiko für bestimmte Krebsarten dagegen um 21 Prozent.
Eine norwegische Studie vom Mai 2026 zeigt: Sehr kalorienarme Diäten unter 1.000 Kilokalorien führen nach einem Jahr zu durchschnittlich 14,4 Prozent Gewichtsverlust. Für den Herbst 2026 ist eine neue Semaglutid-Tablette angekündigt, die Gewichtsverluste von über 16 Prozent ermöglichen soll.
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