Demenz-PrÀvention, WHO

Demenz-PrÀvention: WHO nennt 45% beeinflussbare Risikofaktoren

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 13:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Forschung belegt: Hohe Pflanzenvielfalt senkt EntzĂŒndungsrisiko um 31 Prozent. WHO aktualisiert DemenzprĂ€vention mit Fokus auf Lebensstil.

30 Pflanzen pro Woche: Neue Studien zur Darmgesundheit
Eine bunte Anordnung von frischem Obst, GemĂŒse, NĂŒssen und Samen auf einem Holztisch, die pflanzliche ErnĂ€hrung darstellt. Illustration mit AI erstellt.

Forscher entdecken immer mehr ZusammenhĂ€nge zwischen ErnĂ€hrungsgewohnheiten und entzĂŒndlichen Prozessen.

30 Pflanzen pro Woche – der neue Gesundheitsstandard

Eine Analyse der Tufts University mit ĂŒber 15.000 Teilnehmenden liefert klare Zahlen: Wer mindestens 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche isst, senkt sein Risiko fĂŒr Krankenhausaufenthalte wegen entzĂŒndlicher Erkrankungen um 31 Prozent.

Doch es geht noch besser. Ein britisches Forschungsteam verglich in einer sechswöchigen Studie die Wirkung einer breiten Pflanzenmischung mit herkömmlichen Probiotika. Das Ergebnis: Die Pflanzenvielfalt beeinflusste 57 Bakterienarten positiv – das Probiotikum schaffte das nur bei vier Arten. Die Teilnehmenden berichteten zudem ĂŒber mehr Energie und bessere Verdauung.

Die Dichte der Bakterien zÀhlt mehr als gedacht

Wissenschaftler der UniversitĂ€t Hohenheim haben einen neuen Ansatz: Nicht nur die Artenvielfalt der Darmbakterien ist entscheidend, sondern auch deren absolute Dichte. In einer Studie mit 104 MĂ€usen beobachteten sie, dass ballaststoffreiche ErnĂ€hrung in Kombination mit Intervallfasten die Darmpassage verkĂŒrzt und die bakterielle Dichte reduziert.

Die Folge: EntzĂŒndungsmarker wie Ccl5 und Tnf sanken. Die Forscher vermuten, dass quantitative Mikrobiomparameter sogar wichtiger sein könnten als die reine Zusammensetzung der BakterienstĂ€mme. Eine BestĂ€tigung am Menschen steht allerdings noch aus.

Wenn Lebensmittelverarbeitung krank macht

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Die WHO hat ihre DemenzprĂ€ventions-Empfehlungen aktualisiert: 45% der Risikofaktoren sind durch den Lebensstil beeinflussbar. Der SchlĂŒssel liegt in Ihrer Darmgesundheit. Mit 30 verschiedenen Pflanzen pro Woche senken Sie Ihr EntzĂŒndungsrisiko um 31%. Unser kostenloser Report zeigt Ihnen, wie Sie das in 3 Schritten umsetzen. Jetzt Report anfordern

Forscher der LMU MĂŒnchen und der TU Dresden entdeckten ein Enzym namens SpeC im Bakterium E. coli, das die schĂ€dliche Substanz N?-Carboxymethyllysin (CML) abbauen kann. CML entsteht beim Erhitzen von Lebensmitteln und wird mit Darmkrebs, Fettleber und Hepatitis in Verbindung gebracht. Kausale Belege fehlen jedoch noch.

Die CharitĂ© Berlin warnt derweil vor zu viel Oxalat in der Nahrung. In Tierversuchen löste eine hohe Oxalatzufuhr systemische EntzĂŒndungen und Nierenfibrose aus – mit Folgen fĂŒr die Herzfunktion. Auch bei Patienten mit Hyperoxalurie wurden erhöhte EntzĂŒndungswerte nachgewiesen.

Und noch ein Risikofaktor: Mikroplastik. Eine Studie im European Heart Journal fand bei 84 Prozent der Herzinfarktpatienten Mikroplastik im Koronarblut – in der Kontrollgruppe waren es nur 31,8 Prozent.

Lebensstil als PrĂ€vention – was die WHO empfiehlt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Mitte Juli ihre Empfehlungen zur DemenzprÀvention aktualisiert. Demnach sind etwa 45 Prozent der Demenzrisikofaktoren durch den Lebensstil beeinflussbar. VitaminprÀparate ohne nachgewiesenen Mangel werden nicht empfohlen.

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Verwirrt von widersprĂŒchlichen ErnĂ€hrungsstudien? Die neueste Tufts-Analyse mit ĂŒber 15.000 Teilnehmenden liefert klare Zahlen: 30 Pflanzen pro Woche senken das Risiko fĂŒr entzĂŒndungsbedingte Krankenhausaufenthalte um 31%. Unser Report enthĂ€lt eine konkrete Checkliste und einen Wochenplan – ohne Probiotika-Wirrwarr. Checkliste jetzt sichern

Eine Langzeitauswertung aus Taiwan zeigt zudem: RegelmĂ€ĂŸiger Joghurt-Konsum sowie PrĂ€- und Probiotika senkten die Darmkrebsrate von 2,1 auf 1,2 Prozent. Das entspricht einer Risikoreduktion von rund 50 Prozent – direkte KausalitĂ€t lĂ€sst sich daraus aber nicht ableiten.

Die Planetary Health Diet könnte laut einer Nature-Studie bis 2050 weltweit etwa 15 Millionen vorzeitige TodesfÀlle vermeiden. Vorausgesetzt, die Menschen setzen auf eine pflanzenbetonte ErnÀhrung.

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