Demenzforschung: 237.000 Euro fließen in zwei Projekte zu Alzheimer und Versorgung
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Erforschung von Demenzerkrankungen umfasst ein breites Spektrum, das von molekularbiologischer Grundlagenforschung bis hin zu praxisnahen Versorgungsansätzen reicht.
Für das Jahr 2026 stellen die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) und die Förderstiftung Dierichs Fördermittel in Höhe von insgesamt 237.000 Euro bereit, um zwei ausgewählte Forschungsvorhaben zu unterstützen. Die Übergabe der entsprechenden Förderurkunden fand am 16. Oktober 2026 im Rahmen des 13. DAlzG-Kongresses in Magdeburg statt.
Grundlagenforschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen
Den größeren Anteil der diesjährigen Fördersumme übernimmt die Förderstiftung Dierichs. Die Stiftung stellt 188.000 Euro für ein medizinisches Grundlagenprojekt am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in München bereit. Das Vorhaben trägt den Titel „Blutfett-Veränderungen bei der genetischen Alzheimer-Krankheit“.
Geleitet wird die wissenschaftliche Untersuchung von Priv.-Doz. Dr. Jonathan Vöglein, Prof. Dr. Mikael Simons und Prof. Dr. Johannes Levin. Die Forschungsarbeit zielt darauf ab, spezifische Veränderungen im Lipidstoffwechsel zu analysieren, die im Zusammenhang mit genetisch bedingten Formen der Alzheimer-Krankheit auftreten, um ein besseres Verständnis über die Krankheitsmechanismen zu gewinnen.
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Praxisnahe Versorgungsforschung im Naturraum
Neben der Laborforschung wird auch die anwendungsorientierte Versorgung gefördert. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich mit 48.577 Euro für das Projekt „Generationenübergreifender Naturraum Demenz (GeNaDe)“. Dieses Vorhaben wird von der Alzheimer Gesellschaft Oberland e.V. getragen und von Andrea König, Sonja Schraml sowie Nadine Holzer umgesetzt.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die wissenschaftliche Begleitung und Untersuchung eines generationenübergreifenden Outdoor-Programms. Das Konzept soll analysieren, inwiefern gemeinsame Naturerlebnisse von Menschen mit Demenz und unterschiedlichen Altersgruppen zur psychosozialen Stabilisierung und zur Teilhabe im Alltag beitragen können.
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Kontinuität in der Forschungsförderung
Die Förderlinie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft besteht bereits seit dem Jahr 2000 und verfolgt das Ziel, sowohl die Ursachen von Demenzerkrankungen aufzuklären als auch die Lebensbedingungen der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern.
Das Interesse an der Förderung ist weiterhin groß: Nach Angaben zur Ausschreibung von Ende 2025 wurden rund 30 Forschungsvorhaben zur Begutachtung eingereicht. Nach der Vergabe der Mittel für 2026 ist die nächste Ausschreibung der DAlzG turnusgemäß für Ende 2027 geplant, um Vorhaben für das Förderjahr 2028 auszuwählen.
