Demenzpflege, Roboterkatzen

Demenzpflege: Roboterkatzen und Hunde bauen Stress nachweislich ab

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Pflegezentrum Korneuburg setzt auf robotische Begleiter, um Stress bei Demenzkranken zu lindern und Erinnerungen zu wecken.

PBZ Korneuburg: Roboter-Katzen und -Hund bereichern Demenzbetreuung
Eine Ă€ltere Person streichelt eine realistische Roboterkatze in einem modernen Pflegezentrum. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

In der modernen stationĂ€ren Langzeitpflege gewinnen technologische AnsĂ€tze zur Steigerung der LebensqualitĂ€t von Menschen mit Demenz zunehmend an Bedeutung. Ein aktuelles Beispiel fĂŒr diese Entwicklung bietet das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Korneuburg, das sein therapeutisches Repertoire um digitale Assistenzsysteme in Tiergestalt erweitert hat. Durch den Einsatz von drei speziellen Demenzkatzen und einem Roboterhund werden dort neue Wege in der psychosozialen Betreuung beschritten.

Technologische UnterstĂŒtzung im pflegerischen Alltag

Die im PBZ Korneuburg eingesetzten Robotertiere sind speziell darauf ausgerichtet, eine BrĂŒcke zwischen technischer Innovation und menschlichem BedĂŒrfnis nach NĂ€he zu schlagen. Die GerĂ€te zeichnen sich dadurch aus, dass sie unmittelbar auf Ă€ußere Reize reagieren. Bei BerĂŒhrungen oder Streicheleinheiten zeigen die Katzen und der Hund entsprechende Reaktionen, was eine interaktive Erfahrung fĂŒr die Bewohner ermöglicht.

Aus pflegeorganisatorischer Sicht bieten diese technologischen Begleiter spezifische Vorteile gegenĂŒber lebenden Tieren. Sie benötigen keine Nahrung und verursachen keinen pflegerischen Mehraufwand im Sinne einer artgerechten Tierhaltung. Ein entscheidender Faktor fĂŒr die Integration in den Heimalltag ist zudem die Einhaltung medizinischer Standards. Da die Robotertiere leicht zu reinigen sind, erfĂŒllen sie die notwendigen Hygienestandards fĂŒr den Einsatz in sensiblen Pflegebereichen. Laut Berichten aus der Einrichtung wurden die GerĂ€te gezielt angeschafft, um das Angebot fĂŒr Menschen mit kognitiven EinschrĂ€nkungen nachhaltig zu ergĂ€nzen.

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Therapeutischer Nutzen und psychosoziale Auswirkungen

Der Einsatz der kĂŒnstlichen GefĂ€hrten verfolgt primĂ€r therapeutische Ziele. Christiane Teschl-Hofmeister, zustĂ€ndige LandesrĂ€tin, betonte bei einem Besuch der Einrichtung die erstaunlich realistische Wirkung der Roboterkatzen. Sie verwies darauf, dass wissenschaftliche Untersuchungen belegen, wie der kontakt mit solchen Objekten Stress und Ängste bei Demenzpatienten abbauen kann. Die Tiere fungieren dabei als Medium, um Ruhe zu vermitteln und emotionale Spannungen zu lösen.

In der praktischen Anwendung im PBZ Korneuburg zeigt sich, dass die Bewohner die Roboter positiv in ihren Alltag integrieren. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die biographische Arbeit: Die Tiere dienen oft als Katalysator fĂŒr Erinnerungen. Viele Bewohner werden durch das Streicheln der Demenzkatzen oder des Roboterhundes an eigene Haustiere aus der Vergangenheit erinnert, was wiederum GesprĂ€che anregt und das allgemeine Wohlbefinden steigert.

Organisationsstruktur und hybride BetreuungsansÀtze

Die Implementierung dieses Angebots wird von der Leitung des Zentrums aktiv unterstĂŒtzt. Sowohl der kaufmĂ€nnische Direktor Christian Seidl als auch die stellvertretende Pflegedirektorin Suzana Saric Ă€ußerten sich erfreut ĂŒber die Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten. Die EinfĂŒhrung der Technik wird dabei nicht als Ersatz, sondern als ErgĂ€nzung zu bestehenden Konzepten verstanden.

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Das PBZ Korneuburg verfolgt hierbei einen hybriden Ansatz, der technologische und biologische Elemente verbindet. WĂ€hrend die Robotertiere dauerhaft zur VerfĂŒgung stehen und jederzeit fĂŒr die Bewohner zugĂ€nglich sind, wird das Angebot zusĂ€tzlich durch den Besuch eines lebenden Zwergpudels bereichert, der alle drei Wochen in die Einrichtung kommt. Diese Kombination aus stĂ€ndiger VerfĂŒgbarkeit technologischer Begleiter und punktuellen Begegnungen mit echten Tieren bildet ein vielschichtiges Betreuungsmodell ab, das auf die unterschiedlichen BedĂŒrfnisse und Phasen einer Demenzerkrankung reagiert.

Zusammenfassend illustriert das Beispiel in Korneuburg, wie digitale Hilfsmittel dazu beitragen können, die emotionale Betreuung in Pflegeeinrichtungen zu diversifizieren, ohne dabei die bewÀhrten menschlichen und tierischen Kontakte vollstÀndig zu ersetzen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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