Demenzpflege, Robotertiere

Demenzpflege: Robotertiere lindern Stress und Unruhe bei Senioren

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 07:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Pflegezentrum Korneuburg setzt auf Robotertiere zur emotionalen Stabilisierung von Senioren. Die kĂŒnstlichen Begleiter ergĂ€nzen einen lebenden Therapiehund.

PBZ Korneuburg: Roboter-Katzen und Hund bereichern Demenzpflege
Ein Senior berĂŒhrt eine lebensecht wirkende Roboterkatze in einem hellen Pflegezentrum. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

In der modernen Seniorenbetreuung gewinnen technologische Hilfsmittel zunehmend an Bedeutung, um die LebensqualitĂ€t von Menschen mit kognitiven EinschrĂ€nkungen zu verbessern. Ein aktuelles Beispiel fĂŒr diese Entwicklung findet sich im NÖ Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Korneuburg. Dort wurde das pflegerische Angebot durch den Einsatz von drei spezialisierten Demenzkatzen und einem Roboterhund erweitert, um neue Impulse in der therapeutischen Arbeit zu setzen.

Technologische UnterstĂŒtzung im Pflegealltag

Die in Korneuburg eingefĂŒhrten Robotertiere sind speziell fĂŒr den Einsatz in der Pflege konzipiert. Sie verfĂŒgen ĂŒber eine Sensorik, die es ihnen ermöglicht, unmittelbar auf BerĂŒhrungen der Bewohner zu reagieren. Im Gegensatz zu lebenden Haustieren ist die Handhabung dieser Begleiter im klinischen oder stationĂ€ren Umfeld deutlich vereinfacht. Die kĂŒnstlichen Tiere benötigen keine Nahrung und verursachen keinen Reinigungsaufwand durch Ausscheidungen.

Ein wesentlicher Aspekt fĂŒr den Einsatz in einer Pflegeeinrichtung ist die Einhaltung strenger Hygienevorschriften. Die im PBZ Korneuburg genutzten Modelle entsprechen diesen Standards vollumfĂ€nglich und lassen sich regelmĂ€ĂŸig desinfizieren, was den Einsatz in GemeinschaftsrĂ€umen sowie in den Individualbereichen der Bewohner ermöglicht. Der kaufmĂ€nnische Direktor der Einrichtung, Christian Seidl, sowie die stellvertretende Pflegedirektorin Suzana Saric betonten die Vorteile dieses erweiterten Angebots fĂŒr den Pflegealltag.

Therapeutische Wirkung und emotionale Resonanz

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Robotertiere wie die Demenzkatzen im PBZ Korneuburg reagieren auf BerĂŒhrungen, benötigen kein Futter und entsprechen Hygienestandards – ideal fĂŒr den Pflegealltag. Erfahren Sie, wie Sie solche Begleiter Schritt fĂŒr Schritt integrieren und Stress bei Demenzpatienten lindern. Jetzt kostenlosen Praxisleitfaden anfordern

Der Einsatz der Roboter zielt primĂ€r auf die emotionale Stabilisierung der Bewohner ab. LandesrĂ€tin Christiane Teschl-Hofmeister, die die Einrichtung im Juli 2026 besuchte, verwies in diesem Zusammenhang auf die psychologischen Effekte. Sie erklĂ€rte, dass der Kontakt mit den lebensecht wirkenden Tieren dazu beitragen könne, Stress und Ängste bei den Senioren abzubauen. Die kĂŒnstlichen Begleiter fungieren dabei als BrĂŒcke zur Kommunikation und zur eigenen Biografie.

Beobachtungen aus der Praxis in Korneuburg zeigen, dass die Bewohner die Roboter positiv annehmen. HĂ€ufig werden durch das Streicheln oder Halten der Tiere Erinnerungen an frĂŒhere eigene Haustiere geweckt. Laut Teschl-Hofmeister vermitteln die Demenzkatzen und der Roboterhund ein GefĂŒhl von Geborgenheit und schenken Freude. In der Demenzpflege ist dieser nonverbale Zugang oft ein entscheidender Faktor, um UnruhezustĂ€nde zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern, wenn verbale Kommunikation nur noch eingeschrĂ€nkt möglich ist.

Kombination aus Technik und lebendigen Therapiebegleitern

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Wenn verbale Kommunikation bei Demenz an Grenzen stĂ¶ĂŸt, schaffen Robotertiere eine BrĂŒcke – sie wecken Erinnerungen und vermitteln Geborgenheit. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie mit einer einfachen Checkliste den passenden Roboter auswĂ€hlen und hygienisch sicher einsetzen. Checkliste fĂŒr Robotertiere jetzt sichern

Das Konzept im PBZ Korneuburg basiert jedoch nicht ausschließlich auf technologischen Lösungen. Die Roboter dienen als ErgĂ€nzung zu bestehenden Maßnahmen. So wird die Einrichtung zusĂ€tzlich in einem Rhythmus von drei Wochen von einem Zwergpudel besucht. Diese Kombination aus stĂ€ndiger VerfĂŒgbarkeit der Roboter-Tiere und den punktuellen Besuchen eines lebenden Therapiehundes bildet einen hybriden Ansatz in der Betreuung.

WĂ€hrend der Zwergpudel fĂŒr dynamische Interaktionen und Abwechslung sorgt, stehen die Roboter-Katzen jederzeit bereit, um Bewohnern in Momenten der Einsamkeit oder Unruhe eine unmittelbare BeschĂ€ftigungsmöglichkeit zu bieten. Die Leitung des Zentrums sieht in dieser ErgĂ€nzung einen wichtigen Schritt, um den individuellen BedĂŒrfnissen der Bewohner gerecht zu werden und die pflegerische Betreuung durch innovative AnsĂ€tze zukunftsfĂ€hig zu gestalten.

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