Depressionen, Jugendlichen

Depressionen bei Jugendlichen: 30% Anstieg seit 2018

16.06.2026 - 09:42:12 | boerse-global.de

Seit April sinken die VergĂŒtungen fĂŒr Psychotherapeuten um 4,5 Prozent, wĂ€hrend Patienten monatelang auf Termine warten mĂŒssen.

Psychotherapie in Deutschland: HonorarkĂŒrzung und lange Wartezeiten
Depressionen - Ein nachdenklicher Psychotherapeut in einem modernen Therapieraum, der die Herausforderungen der psychischen Gesundheitsversorgung symbolisiert. 16.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland steht unter Druck: Seit April sind die Honorare um 4,5 Prozent gefallen, wĂ€hrend Patienten monatelang auf Termine warten. Der 11. WĂŒrzburger Psychotherapietag im Oktober will Lösungen diskutieren.

Sinkende Honorare, steigende Klagen

Praktizierende Psychotherapeuten haben Grund zur Unzufriedenheit. Seit dem 1. April 2026 zahlen die Kassen 4,5 Prozent weniger pro Behandlung. Die KassenÀrztliche Bundesvereinigung (KBV) hat dagegen Klage eingereicht.

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Die wirtschaftliche Verschlechterung trifft auf eine ohnehin angespannte Lage. In Nordrhein-Westfalen mĂŒssen Patienten rund fĂŒnf Monate auf ein ErstgesprĂ€ch warten. Bundesweit fehlen schĂ€tzungsweise 7.000 Kassensitze. Eine Petition gegen die HonorarkĂŒrzung hat bereits 386.000 Unterschriften gesammelt.

Fachkongress als Diskussionsplattform

Am 14. Oktober 2026 findet der 11. WĂŒrzburger Psychotherapietag statt. Die Veranstaltung richtet sich an Approbierte, Studierende und Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA). Eine hybride Keynote eröffnet das Programm, die Workshops laufen in PrĂ€senz – mit maximal 20 Teilnehmern pro Gruppe.

Anmeldungen sind bis zum 7. Oktober möglich. Fortbildungspunkte wurden beantragt. Solche regionalen Kongresse dienen zunehmend als Plattform, um aktuelle TherapieansÀtze und die Herausforderungen der klinischen Praxis zu diskutieren.

Depressionen bei jungen Menschen stark gestiegen

Der Bedarf an TherapieplĂ€tzen wĂ€chst rasant. Zwischen 2018 und 2023 stieg die Zahl diagnostizierter Depressionen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (5 bis 24 Jahre) um 30 Prozent auf ĂŒber 400.000 FĂ€lle.

Auch die Kosten explodieren: Psychische Störungen verursachten 2020 Ausgaben von rund 56,4 Milliarden Euro – 13 Prozent mehr als 2015. Experten verweisen auf internationale Vorbilder wie das australische Headspace-Modell zur FrĂŒherkennung.

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PrÀvention: Ausstellung und Aktionstage

Neben der Behandlung gewinnen prĂ€ventive Angebote an Bedeutung. In Eisenstadt zeigt die interaktive Ausstellung „Erlebnisse im Kopf“ vom 15. Juni bis 2. Juli 2026 sowie im November Krankheitsbilder wie Depression, Sucht und Schizophrenie. Zielgruppe sind SchĂŒler der Sekundarstufe II.

Auf der Messe „therapie MÜNCHEN“ prĂ€sentieren Experten am 19. und 20. Juni 2026 neuro-physiologische AnsĂ€tze. Übungen zur Koordination und Konzentration sollen in den therapeutischen Alltag integriert werden. Bayerns landesweite PrĂ€ventionsveranstaltung Mitte Juni lockte rund 15.000 Teilnehmer – ein Zeichen, dass Bewegung und Information in der Gesundheitsvorsorge ankommen.

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