Intel kehrt in Gewinnzone zurĂŒck
28.07.2023 - 04:30:36Der Halbleiter-Riese Intel ist im vergangenen Quartal in die Gewinnzone zurĂŒckgekehrt und hofft auf deutlich bessere GeschĂ€fte in der zweiten JahreshĂ€lfte. Unterm Strich gab es schwarze Zahlen von 1,48 Milliarden Dollar (1,35 Mrd Euro) nach einem Verlust von 454 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel unterdessen um 15 Prozent auf 12,95 Milliarden Dollar (11,8 Mrd Euro).
Ein groĂer Unterschied zu den vergangenen beiden Quartalen mit hohen Verlusten und UmsatzeinbrĂŒchen war, dass sich die Talfahrt in Intels GeschĂ€ft mit PC-Prozessoren verlangsamte. Die Erlöse des Bereichs sanken im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal war der Umsatz mit dem allgemeinen RĂŒckgang der PC-VerkĂ€ufe um 38 Prozent eingebrochen. FĂŒr das zweite Halbjahr geht Intel von einer Erholung aus.
Hohe LagerbestÀnde bremsen das GeschÀft
Bei Technik fĂŒr Rechenzentren gab es ein Minus von 15 Prozent auf vier Milliarden Dollar. Auch hier war der Umsatz im ersten Quartal um fast 40 Prozent eingebrochen. Immer noch hohe LagerbestĂ€nde dĂŒrften das GeschĂ€ft im Rest des Jahres weiter bremsen, sagte Finanzchef David Zinsner.
Intel verlor in Rechenzentren zuletzt Marktanteile an den Rivalen AMD. Zugleich steht die Frage im Raum, ob mit der Verbreitung von Software mit KĂŒnstlicher Intelligenz der Trend nicht noch stĂ€rker zu Chips des Konzerns Nvidia gehen wird, die fĂŒr solche Anwendungen besonders gut geeignet sind.
Expansion kostet Dutzende Milliarden Dollar
Im vergangenen Quartal machte das GeschÀft mit Rechenzentren einen operativen Verlust von 161 Millionen Dollar. Die PC-Sparte brachte unterdessen ein Betriebsergebnis von 1,04 Milliarden Dollar ein.
Die Intel-Prognosen fĂŒr den Umsatz und das Ergebnis pro Aktie im laufenden Quartal ĂŒbertrafen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel am Donnerstag um gut acht Prozent zu.
Intel-Chef Pat Gelsinger versucht, den Branchenriesen nach Verzögerungen bei neuen Prozessor-Generationen und anderen Problemen wieder auf Kurs zu bringen. Zu seinem Plan gehört unter anderem, Intel stĂ€rker zu einem Auftragsfertiger fĂŒr andere Chip-Anbieter zu machen. Dabei will der Konzern auch die KapazitĂ€ten in Europa unter anderem mit einer Fabrik in Deutschland ausbauen. Die Expansion kostet Dutzende Milliarden Dollar, die zum Teil aus staatlichen Subventionen kommen sollen.


