DestinE, EU-Klimaplattform

DestinE: EU-Klimaplattform erhÀlt neue Verarbeitungssysteme

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 16:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die EU-Klimaplattform DestinE hat ihre Werkzeuge und Infrastruktur modernisiert. Die Updates sollen StabilitÀt und LeistungsfÀhigkeit bis Jahresende deutlich erhöhen.

EU-Klimaplattform DestinE: Umfangreiches Update fĂŒr digitale Erdzwillinge
Digitale Kontrollraum-Bildschirme mit komplexen Umweltdaten und Satelliten-Klimamodellen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die europÀische Klimaplattform DestinE hat ihre zentralen Werkzeuge grundlegend modernisiert. Mit neuen Verarbeitungskomponenten und verbesserter Infrastruktur will die EU-Umweltinitiative bis Jahresende stabiler und leistungsfÀhiger werden.

Digitaler Zwilling der Erde bekommt neue Bausteine

Die EuropĂ€ische Union treibt den Aufbau ihres digitalen Zwillings der Erde voran. Die Plattform DestinE, die Umweltdaten fĂŒr Politik, Wissenschaft und Wirtschaft bereitstellt, hat im Sommer gleich mehrere technische Updates erhalten. Im Zentrum stehen die beiden Verarbeitungssysteme DIVA und Insula, die nun mit optimierten Versionen arbeiten.

Der DIVA-Demonstrator, entwickelt von Mews Partners gemeinsam mit Atos, wurde Mitte Juli grundlegend ĂŒberarbeitet. Die Neuerungen betreffen vor allem die Speicherverwaltung und die Behebung von SicherheitslĂŒcken. Auch die BenutzeroberflĂ€che wurde verbessert: Die Darstellung der ErwĂ€rmungsskala ist nun auf null zentriert, die Berechnungsmethoden fĂŒr NiederschlĂ€ge wurden angepasst. ZusĂ€tzlich unterstĂŒtzt die Plattform jetzt nicht-lateinische Schriftzeichen.

Insula-Suite: Bessere Satellitendaten-Verarbeitung

Auch die Insula-Werkzeuge, die in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister CGI entstanden sind, wurden aufgerĂŒstet. Bereits im Mai synchronisierten die Entwickler die Notebooks mit dem Polytope-System und integrierten aktualisierte Bibliotheken wie earthkit.plot und zarr.

Bei der Datenverarbeitung standen Filterprobleme bei den Satellitendaten von Sentinel-1 und Sentinel-5 im Fokus. Die Korrekturen gehen einher mit einem aktualisierten Servicekatalog und einer verbesserten VerfĂŒgbarkeit von Verarbeitungsprotokollen. Damit lassen sich DatenablĂ€ufe nun deutlich besser nachverfolgen.

Infrastruktur und Sicherheit im Fokus

Neben den Werkzeugen selbst hat DestinE auch die zugrunde liegende Infrastruktur gestĂ€rkt. Das IdentitĂ€ts- und Zugriffsmanagementsystem (IAM) wurde im Juli aktualisiert, um die StabilitĂ€t zu erhöhen – auch wenn es wĂ€hrend des Updates kurzzeitig zu Verbindungsunterbrechungen kam.

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Weitere Neuerungen im Überblick:

  • GeoAI-Dienst: Am 7. Juli fĂŒhrte die Plattform den Assistenten GeoSense 1.0 ein, der bei georĂ€umlichen Analysen helfen soll. Zudem wurden Klimadaten der zweiten Generation integriert.
  • Learning Hub: Eine Mitte Juli veröffentlichte Version enthĂ€lt einen Filter fĂŒr digitale Verantwortung sowie ein neues Rahmenwerkdokument zur Orientierung auf der Plattform.
  • NUPSI und Earth Pulse: Die NUPSI-OberflĂ€che erhielt verbesserte Suchfunktionen und GeoJSON-Ladeoptionen. Das Earth-Pulse-Tool wurde um Satellitenbilder und erweiterte Mehrspieler-Funktionen ergĂ€nzt.

Ein Ökosystem im Reifeprozess

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Die gebĂŒndelten Updates sind Teil eines schrittweisen Stabilisierungsprozesses. DestinE wĂ€chst damit in eine neue Phase: Die Plattform soll in der zweiten JahreshĂ€lfte den wachsenden Anforderungen ihrer Nutzer gerecht werden – von Klimaforschern ĂŒber Stadtplaner bis hin zu Versicherungskonzernen, die Extremwetterrisiken kalkulieren.

FĂŒr Deutschland und Europa ist das Projekt von strategischer Bedeutung: Ein digitaler Zwilling der Erde ermöglicht prĂ€zisere Vorhersagen zu Klimawandel, Hochwasser oder DĂŒrren. Die nun abgeschlossenen technischen Verbesserungen schaffen die Grundlage, um diese Daten kĂŒnftig zuverlĂ€ssiger und in besserer QualitĂ€t bereitzustellen.

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