Europa, Griechenland

Deutlicher Anstieg der FĂ€lle von West-Nil-Fieber in Italien

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 04:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

KĂŒrzlich meldete die WHO einem Anstieg der FĂ€lle von West-Nil-Fieber in SĂŒdeuropa, vor allem in Griechenland. Nun schnellen die Zahlen in Italien in die Höhe.

Eine MĂŒcke sticht zu - Bild: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa
Eine MĂŒcke sticht zu - Bild: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa

In Italien ist die Zahl der registrierten Erkrankungen an West-Nil-Fieber deutlich angestiegen: FĂŒr das laufende Jahr erfasste die europĂ€ische Gesundheitsbehörde ECDC bis vorigen Mittwoch 46 Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte jĂŒngst in dem Land von 21 bestĂ€tigten FĂ€llen berichtet. Die ECDC nennt nun höhere Zahlen, auch fĂŒr andere LĂ€nder.

Demnach wurden der Behörde fĂŒr Europa 81 Erkrankungen gemeldet, bei denen sich die Menschen lokal infiziert hatten - sich also nicht auf Reisen angesteckt hatten. Neben den 46 FĂ€llen in Italien gab es 21 FĂ€lle in Griechenland, 5 in Nordmazedonien, weitere 5 in RumĂ€nien, 3 in Spanien und 1 in Frankreich.

Im Sommer steigt die Zahl der Erkrankungen an West-Nil-Fieber erfahrungsgemĂ€ĂŸ deutlich an. In Italien sind insgesamt 20 Regionen betroffen, auch die GroßstĂ€dte Mailand und Rom mit Umgebung.

Zwei Erkrankungen im laufenden Jahr in Deutschland registriert

Das Virus wird nach WHO-Angaben meist zwischen MĂŒcken und Vögeln ĂŒbertragen. Infizierte MĂŒcken können aber auch Menschen anstecken, am hĂ€ufigsten zwischen Juli und September. Die meisten Menschen bemerken die Ansteckung dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge nicht. Forscher gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. In Deutschland wurden im laufenden Jahr nach RKI-Angaben zwei FĂ€lle registriert. Beide Infektionen wurden dem Institut zufolge jedoch von Auslandsreisen mit nach Hause gebracht.

Etwa ein FĂŒnftel der Infizierten entwickelt laut RKI grippeĂ€hnliche Symptome, die nach 2 bis 14 Tagen beginnen. In schweren FĂ€llen kann es zu Erkrankungen des Nervensystems wie Enzephalitis und HirnhautentzĂŒndung kommen.

Risiko fĂŒr Menschen gering

Das WHO-RegionalbĂŒro Europa mit Sitz in Kopenhagen betont, das Risiko einer schweren Erkrankung sei fĂŒr die meisten Menschen gering. Wegen der lĂ€ngeren und heißeren Sommer erhöhe sich jedoch die Möglichkeit einer Ansteckung, so die Organisation. Bei hohem Fieber, Ausschlag auf der Haut oder einem steifen Nacken solle man unverzĂŒglich einen Arzt aufsuchen. Zudem solle man sich auf Reisen durch Kleidung, Anti-MĂŒcken-Sprays oder andere Hilfsmittel schĂŒtzen.

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