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Deutsche Bahn: 4.200 Testfahrer bewerten autonome Shuttles mit 4,8/ 5

31.05.2026 - 13:10:38 | boerse-global.de

Bund und Länder treiben Regulierung für Robotaxis voran. Die DB zieht positive Bilanz ihres autonomen Shuttle-Projekts in Hessen.

Deutsche Bahn: 4.200 Testfahrer bewerten autonome Shuttles mit 4,8/5 - Foto: über boerse-global.de
Deutsche Bahn: 4.200 Testfahrer bewerten autonome Shuttles mit 4,8/5 - Foto: über boerse-global.de

Während ländliche Regionen bereits erste Erfolge melden, arbeiten Bund und Länder an den rechtlichen Grundlagen für Robotaxi-Dienste.

Regulierung für Robotaxis nimmt Form an

Eine Länderarbeitsgruppe mit dem Titel „Robotaxen“ treibt die rechtlichen Rahmenbedingungen voran. Unter der Leitung der Hamburger Verkehrsbehörde trafen sich Vertreter im Wissenschaftszentrum Berlin mit Betreibern wie Waymo, Uber, Bolt, FreeNow und MOIA.

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Ein Folgetermin ist für den 9. Juni 2026 in Berlin geplant. Dann sollen auch der Städtetag, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Taxiverbände mitreden. Ziel: eine solide Grundlage für autonome Mobilitätsdienste in deutschen Städten schaffen.

DB meldet Erfolg mit autonomen Shuttles

Die Deutsche Bahn zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz ihres Pilotprojekts „Kira“ in Hessen. In den Regionen Darmstadt, Langen und Egelsbach waren acht autonome Shuttles mit rund 130 Haltepunkten unterwegs.

Rund 4.200 Testpersonen nutzten den Dienst, gebucht per App. Die Nutzerzufriedenheit lag bei 4,8 von 5 Punkten. Der Vorstand von DB Regio bewertet das Projekt als wichtigen Schritt für die Mobilität im ländlichen Raum.

Auch der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ist aktiv. Im Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock laufen vollautomatische Mini-Busse im Rahmen eines EU-Projekts. Der emissionsfreie Pendelverkehr startete bereits im Februar 2023 und konzentriert sich auf Wochenenden.

Sicherheitsdebatte um Tesla und Mercedes

International steht die Sicherheitsbewertung autonomer Systeme in der Kritik. Ein Bericht vom 29. Mai 2026 zeigt statistische Unstimmigkeiten bei Teslas „Full Self-Driving“-System (FSD). Der von Tesla angegebene Sicherheitsvorteil könnte verzerrt sein – weil Unfallstatistiken unterschiedliche Kriterien wie Airbag-Auslösung und Fahrzeugalter unzureichend berücksichtigen. Während FSD in Estland eine Zulassung erhielt, fehlt diese für Deutschland weiterhin.

Mercedes-Benz plant für 2027 die Einführung von „MB.DRIVE ASSIST PRO“ (Level 2++) in Deutschland. Die Hardware-Anforderungen sind komplex: Aktuelle Modelle der GLC-EQ-Reihe haben zehn Kameras verbaut, benötigt werden aber acht. Eine Nachrüstung bestehender Fahrzeuge ist daher ausgeschlossen. Die Serienproduktion soll im Laufe des Jahres 2026 angepasst werden.

Autonomie auf dem Wasser – und neue EU-Vorgaben

Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf Straßen. In Kiel vernetzt das Projekt „CAPTN“ autonome Elektro-Personenfähren mit landgebundenen Bussen. Das Vorhaben wird mit 3,3 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert. Aktuell steht die Überführung in den Realbetrieb auf der Kieler Förde im Fokus.

Flankiert werden diese Entwicklungen von neuen EU-Regeln: Ab Juli 2026 müssen alle Neuwagen über eine Schnittstelle für Alkohol-Wegfahrsperren verfügen. Die Sperren selbst werden nicht serienmäßig eingebaut – aber die Fahrzeuge müssen technisch für eine Nachrüstung vorbereitet sein. Die Maßnahme ist Teil der Strategie, die Zahl der Verkehrstoten langfristig auf null zu senken.

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