Deutschland, Robotik

Deutschland Platz 3 in Robotik: 449 Systeme pro 10.000 Arbeitnehmer

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 02:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Verbund ElectronicPartner bringt nach Pilotprojekten nun Service-Roboter gegen den FachkrÀftemangel auf den deutschen Markt.

ElectronicPartner startet Service-Roboter-Offensive in Deutschland
Moderner Serviceroboter mit Bildschirmgesicht interagiert mit Menschen in einem hellen, sauberen EinzelhandelsgeschĂ€ft. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

ElectronicPartner bringt Service-Roboter in den deutschen Markt – und will damit dem FachkrĂ€ftemangel entgegenwirken.

Nach erfolgreichen Pilotprojekten in Österreich und der Schweiz weitet der Verbund ElectronicPartner (EP) seine Robotik-Initiative nun auf Deutschland aus. Das Programm umfasst Service- und Marketing-Roboter fĂŒr den Einzelhandel, die Gastronomie, das Gesundheitswesen und die Industriereinigung.

Partnerschaft mit klarer Aufgabenverteilung

Die Initiative basiert auf einer Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen. Die Technologie liefert Terra Robotics, eine Tochter der Wortmann-Gruppe. IT-Lösungen und B2B-Expertise steuert comTeam bei. Der Vertrieb in Deutschland lĂ€uft ĂŒber mehrere KanĂ€le unter dem ElectronicPartner-Dach: EP-FachhĂ€ndler, MEDIMAX und die Marke WENDEpunkt.

Der Expansion vorausgegangen war ein erfolgreicher Start in Österreich und der Schweiz im FrĂŒhjahr 2026. „Die Umsetzung dort hat gezeigt, dass die Systeme im tĂ€glichen GeschĂ€ftsbetrieb zuverlĂ€ssig funktionieren", sagt Murat Arpaci, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Terra Robotics. Im Fokus stehe die BewĂ€ltigung des ArbeitskrĂ€ftemangels durch Automatisierung, betonen Matthias Assmann vom EP-Vorstand und comTeam-Chef Sven Glatter.

Einsatzbereiche und Qualifizierungsoffensive

Die Roboter-Offensive zielt auf konkrete Anwendungen in Dienstleistungsbereichen ab:

  • Einzelhandel und Gastronomie: Roboter ĂŒbernehmen KundenfĂŒhrung, Informationsweitergabe und Serviceaufgaben
  • Reinigung und Logistik: Automatisierte Systeme fĂŒr Facility-Management und BĂŒroumgebungen
  • Gesundheitswesen: UnterstĂŒtzungsroboter fĂŒr medizinische Einrichtungen und Pflegeheime
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Zur MarkteinfĂŒhrung haben die Partner bereits Webinare durchgefĂŒhrt, die mehr als 100 Teilnehmer anzogen. Geplant sind zudem ein umfassendes Schulungsprogramm fĂŒr HĂ€ndler und eine Roadshow, um die Technologie potenziellen GeschĂ€ftskunden vorzufĂŒhren. Nach dem Deutschland-Start soll die Initiative auf die Niederlande ausgeweitet werden.

Branche im Wandel: Humanoide Roboter im Test

Parallel zur EP-Offensive gibt es weitere bemerkenswerte Entwicklungen in der Robotik. Erst Anfang der Woche begann der Logistikdienstleister ID Logistics mit Tests eines humanoiden Roboters vom Typ Unitree G1 Edu 6 in seinem Lager in Griesheim. Das Pilotprojekt, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Terra Robotics, konzentriert sich auf Sortieraufgaben und Lagerprozesse. Ziel ist es, den Roboter fĂŒr komplexere TĂ€tigkeiten wie Verpacken und Kommissionieren zu qualifizieren.

Ein weiterer Meilenstein: Am 9. Juli 2026 gaben die Durst Group und TUM Venture Labs eine mehrjĂ€hrige Kooperation bekannt. Die Partnerschaft zielt darauf ab, Robotik, kĂŒnstliche Intelligenz und Automatisierung in der industriellen Produktion voranzutreiben. Die Durst Group mit Sitz in Brixen ist der erste italienische Partner in diesem Netzwerk.

Deutschland auf Platz drei der Robotik-Weltliga

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WĂ€hrend ElectronicPartner mit 449 Robotern pro 10.000 BeschĂ€ftigte den dritten Platz der Robotik-Weltliga belegt, steigt der Wettbewerbsdruck auf MittelstĂ€ndler. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Service-Roboter Schritt fĂŒr Schritt in Ihrem Betrieb integrieren – inklusive 5 konkreter AnwendungsfĂ€lle. Robotik-Integrationsleitfaden jetzt sichern

Die Offenheit gegenĂŒber Automatisierung ist in Deutschland hoch. Der automatica Trendindex 2026 zeigt: 82 Prozent der Fach- und FĂŒhrungskrĂ€fte sehen humanoide Roboter als zentrale Innovationstreiber. 78 Prozent halten die Integration von KI in die Robotik fĂŒr unverzichtbar, um wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben.

Mit 449 Industrierobotern pro 10.000 BeschĂ€ftigte belegt Deutschland weltweit den dritten Platz. Branchenvertreter von VDMA und Messe MĂŒnchen betonen, dass sich der Fokus kĂŒnftiger Fachforen zunehmend auf „Physical AI" und die praktische Anwendung humanoider Systeme in Industrie und Dienstleistung verlagern wird.

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