Deutschland-Stack, NEGZ

Deutschland-Stack: NEGZ veröffentlicht vier Studien zur Verwaltungsdigitalisierung

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 02:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vier neue NEGZ-Analysen zeigen Wege zur Umsetzung des Deutschland-Stacks auf – von Open Source bis zur föderalen Steuerung.

NEGZ-Studien: Deutschland-Stack als Schlüssel zur digitalen Verwaltungssouveränität
Moderner, heller Büroarbeitsplatz in einer deutschen Behörde mit einem Laptop und Dokumenten zur Verwaltungsmodernisierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Nationale E-Government-Kompetenzzentrum (NEGZ) hat am 11. August 2026 vier neue Kurzstudien veröffentlicht, die sich intensiv mit der Ausgestaltung und Implementierung des sogenannten Deutschland-Stacks befassen. Die Untersuchungen decken ein breites Spektrum ab, das von der Überwindung organisatorischer Hürden über spezifische Anwendungsfelder im Bauwesen bis hin zu Fragen der Open-Source-Strategie und der föderalen Steuerung reicht.

Transformation über die Technik hinaus

Im Rahmen der Veröffentlichung der Studienergebnisse ging der Geschäftsführer des NEGZ, Basanta Thapa, auf die strategische Bedeutung des Projekts ein. Er hob hervor, dass der Deutschland-Stack weit mehr als eine rein technische Architektur darstelle. Vielmehr müsse das Konzept als umfassender Ansatz verstanden werden, um die digitale Souveränität und Handlungsfähigkeit der Verwaltung dauerhaft zu sichern. Die nun vorliegenden Analysen sollen dazu beitragen, die theoretischen Grundlagen in praktische Verwaltungsabläufe zu überführen.

Überwindung überholter Arbeitsweisen

Eine der Studien widmet sich der psychologischen und organisatorischen Ebene der Verwaltungsmodernisierung. Unter der Leitung der Universität Münster und unter Einbeziehung des Decision Lab wurden die Fallorganisationen Köln und Hannover untersucht. Im Fokus stand die Frage, wie überholte Arbeitsweisen identifiziert und erfolgreich überwunden werden können. Die Forscher analysierten hierbei, welche Barrieren innerhalb der Behördenstrukturen die Einführung moderner, stack-basierter Prozesse behindern und wie ein kultureller Wandel in der täglichen Verwaltungspraxis angestoßen werden kann.

Anzeige

Wer die Digitalisierung der Verwaltung vorantreibt, muss auch neue rechtliche Rahmenbedingungen wie den EU AI Act im Blick behalten. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Digitalisierung im Planungs- und Bauwesen

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsförderung lag auf der Anwendung des Deutschland-Stacks in den Bereichen Planen und Bauen. Das Stein-Hardenberg-Institut untersuchte hierzu die Integration verschiedener Datenstandards und Technologien. In der Studie wurde analysiert, wie Instrumente wie XPlanung, XBau und das Building Information Modeling (BIM) sowie DiPlanung und Geodaten effizient im Rahmen der neuen Architektur zusammengeführt werden können. Ziel ist eine deutliche Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren durch medienbruchfreie digitale Prozesse.

Open Source und föderale Infrastruktursteuerung

Die dritte Studie befasst sich mit der Rolle von quelloffener Software innerhalb der staatlichen IT-Architektur. In einer Kooperation zwischen der Universität Lübeck, dem IT-Dienstleister MACH und dem Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) wurde die Anwendung von Open Source auf der Plattform openCode untersucht. Die Beteiligten beleuchteten dabei die Potenziale, die sich durch eine gemeinschaftliche Softwareentwicklung für die öffentliche Hand ergeben.

Anzeige

Neben technischer Souveränität stellt die neue EU-KI-Verordnung Behörden und Institutionen vor konkrete Dokumentationspflichten. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen. Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act kostenlos herunterladen

Die vierte Veröffentlichung thematisiert schließlich die Governance-Strukturen des Projekts. Sie befasst sich mit der Steuerung und der institutionellen Ausgestaltung des Deutschland-Stacks. Dabei stehen Fragen der föderalen Zusammenarbeit im Mittelpunkt, insbesondere wie die technische und organisatorische Hoheit über die Infrastruktur zwischen Bund, Ländern und Kommunen verteilt und koordiniert werden kann, um eine einheitliche und dennoch flexible IT-Landschaft zu gewährleisten.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69938344 |