Diabetes-Medikamente, SGLT2-Inhibitoren

Diabetes-Medikamente: SGLT2-Inhibitoren senken Alzheimer-Risiko um 43%

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 11:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Dexcom Flex CGM-System ist ab sofort für Typ-2-Diabetiker ohne intensivierte Insulintherapie in Deutschland erhältlich.

Dexcom Flex in Deutschland: Neues CGM für Typ-2-Diabetiker
Nahaufnahme eines modernen kontinuierlichen Glukosemessgeräts (CGM) am Arm mit einem Smartphone, das Blutzuckerdaten anzeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das CGM-System richtet sich an Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, die keine intensivierte Insulintherapie benötigen.

Die Technologie soll die Stoffwechselkontrolle bei Patienten verbessern, die Basalinsulin, orale Antidiabetika oder GLP-1-Rezeptoragonisten nutzen – oder ihre Therapie rein über Ernährung und Bewegung steuern. Das System hält bis zu 15 Tage und überträgt Echtzeit-Glukosewerte direkt aufs Smartphone oder die Smartwatch. Fingerstechen ist nicht mehr nötig.

Klinische Studien zeigen: Der Einsatz solcher Systeme senkt den HbA1c-Wert um 0,3 bis 1,0 Prozentpunkte. Auch die Zeit im Zielbereich (Time in Range) verbessert sich, das Risiko für Langzeitkomplikationen sinkt. Die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen prüfen diese derzeit individuell.

Neues Duo-System von Abbott in Sicht

Für den Herbst 2026 kündigt sich der Abbott Libre Duo an. Das System misst neben Glukosewerten auch Ketonkörper – ein wichtiger Marker für Stoffwechselentgleisungen.

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Leitlinien rücken Herz-Nieren-Stoffwechsel in den Fokus

Die American Heart Association (AHA) und das American College of Cardiology (ACC) veröffentlichten im Juli 2026 neue Leitlinien zum kardiorenalen metabolischen Syndrom. Das Syndrom wird nun in vier Stadien eingeteilt. Ab Stadium 2 empfehlen die Ärzte ein jährliches Screening – mit Werten wie BMI, Taillenumfang, Blutfetten und der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR).

Die Leitlinie zeigt: Stoffwechsel, Nieren und Herz hängen eng zusammen. Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) empfiehlt etwa Finerenon bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion.

Diabetes-Medikamente schützen das Gehirn

Typ-2-Diabetes erhöht das Alzheimer-Risiko um rund 50 Prozent. Aktuelle Daten aus JAMA Network Open zeigen: Moderne Diabetesmedikamente wirken darüber hinaus präventiv.

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SGLT2-Inhibitoren senken das Alzheimer-Risiko um bis zu 43 Prozent, GLP-1-Rezeptoragonisten um 33 Prozent. Roche untersucht in der Phase-III-Studie PrevenTRON mit 1.600 Teilnehmern neue Ansätze zur Demenzprävention bei Risikopatienten. Die WHO betonte im Juli 2026: Rund 45 Prozent der Demenzfälle ließen sich durch beeinflussbare Faktoren verhindern.

Epigenetische Therapie gegen Herzinfarkt und Schlaganfall

Forschende der Universität Zürich (UZH), des Universitätsspitals Zürich und der Universität Pisa entwickelten eine epigenetische Therapie. Sie programmiert das Fettgewebe um Blutgefäße um – und schützt Diabetiker so besser vor Herzinfarkten und Schlaganfällen. Das Enzym Hexokinase 2 spielt dabei eine zentrale Rolle.

Deutschland plant zudem ein verpflichtendes Screening auf Typ-2-Diabetes ab 2028. Ziel: frühere Diagnosen und Interventionen, bevor schwere Folgeerkrankungen entstehen.

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