Diabetes-PrÀvention, Joghurt

Diabetes-PrÀvention: 28g Joghurt tÀglich senken Risiko um 18%

28.06.2026 - 00:42:46 | boerse-global.de

Aktuelle Studien empfehlen bei Typ-2-Diabetes eine lipidbetonte Kost zur Reduktion der InsulinausschĂŒttung.

Neue Diabetes-ErnÀhrung: Fett statt Kohlenhydrate empfohlen
Diabetes-PrĂ€vention - Eine Nahaufnahme einer kleinen Schale Naturjoghurt mit Beeren und Getreide auf einem Holztisch, Fokus auf gesunde ErnĂ€hrung. 28.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Juni 2026 empfehlen stattdessen eine lipidbetonte Kost. Ziel: die körpereigene InsulinausschĂŒttung minimieren.

Warum Fett doch nicht böse ist

Professor Stephan Martin vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum stellt die bisherige Lehrmeinung infrage. Seine Analyse zeigt: Reine Fettreduktion senkt zwar die Cholesterinwerte, schĂŒtzt aber nicht vor Herzinfarkten oder SchlaganfĂ€llen.

Die Daten der Predimed-Studie untermauern den Kurswechsel. Eine ErnĂ€hrung mit hohem Olivenöl- oder Nussanteil reduziert sowohl das Körpergewicht als auch das Risiko fĂŒr schwere kardiovaskulĂ€re Ereignisse. Zur Kontrolle empfehlen Fachleute vermehrt die Blutzuckermessung eine Stunde nach der Mahlzeit sowie die Bestimmung von Ketonkörpern.

Joghurt und Wassermelone als Schutzschild

Schon 28 Gramm Joghurt tĂ€glich senken das Diabetesrisiko um 18 Prozent. Das ergab ein Fachkongress in DĂŒsseldorf vom 27. Juni 2026. Forscher fĂŒhren den Effekt auf probiotische Bakterien zurĂŒck.

Auch Wassermelone hat ĂŒberraschende Vorteile. Die Deutsche Diabetes-Hilfe bewertet sie positiv: 37 Kilokalorien pro 100 Gramm und blutdrucksenkendes L-Citrullin. Ein direkter Effekt auf den HbA1c-Wert ließ sich allerdings nicht nachweisen.

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Bauchfett ade – Intervallfasten hilft

Zehn Prozent weniger viszerales Fett senken das Diabetesrisiko um 28 Prozent. Besonders wirksam: das 14:10-Intervallfasten. Eine norwegische Studie vom Mai 2026 bestĂ€tigt zudem: Sehr kalorienarme DiĂ€ten unter 1.000 Kilokalorien tĂ€glich fĂŒhren zu signifikanten Gewichtsverlusten – ohne verstĂ€rkten Jo-Jo-Effekt.

Schutz fĂŒr Herz und Hirn

Die Blutzuckernormalisierung zeigt beeindruckende Langzeiteffekte. Bei PrĂ€diabetes-Patienten sinkt das Risiko fĂŒr Herzinfarkte und SchlaganfĂ€lle um 42 Prozent. Das allgemeine Risiko fĂŒr kardiovaskulĂ€re TodesfĂ€lle fĂ€llt sogar um 58 Prozent.

Noch spannender: Moderne Diabetes-Medikamente schĂŒtzen offenbar auch das Gehirn. SGLT2-Inhibitoren senken das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent. Eine GĂŒrtelrose-Impfung kann das Demenzrisiko innerhalb von zwölf Monaten um 24 Prozent mindern.

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Zuckersteuer kommt – Versorgung bleibt ungleich

Die Bundesregierung plant eine gestaffelte Zuckersteuer auf gesĂŒĂŸte GetrĂ€nke ab 2028. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) begrĂŒĂŸt den Schritt – fordert aber auch eine klare Kennzeichnungspflicht und Hinweise auf das Suchtpotenzial.

Das EU-Parlament verabschiedete am 24. Juni 2026 eine umfassende Herz-Kreislauf-Strategie. Doch die Versorgung hinkt hinterher: Daten des VDBD vom 23. Juni 2026 zeigen, dass Frauen eine um 33 Prozent geringere Chance auf eine leitliniengerechte Therapie haben als MĂ€nner.

Auszeichnung fĂŒr 50 Jahre Diabetes

Die Organisation diabetesDE lobt die Mehnert-Medaille aus. Sie wird am 7. November 2026 in Berlin an Menschen verliehen, die seit mindestens 50 Jahren mit der Diagnose leben. Bewerbungen sind bis Ende September 2026 möglich.

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