Diabetes und Herzrisiko: 61 Prozent höhere Sterblichkeit
06.06.2026 - 02:27:53 | boerse-global.de
000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Die Früherkennung von Risikofaktoren bleibt eine der größten Herausforderungen der Kardiologie. Doch neue Technologien und Risikomodelle erweitern das Spektrum der Vorsorge.
Herz-CT jetzt Kassenleistung
Ein zentraler Baustein der Früherkennung ist die nicht-invasive Bildgebung. Das Herz-CT spürt Verengungen in den Herzkranzgefäßen präzise auf – ohne invasiven Eingriff. Seit Kurzem übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Untersuchung. Das erleichtert den Zugang zur Diagnostik deutlich.
Nur 3 Minuten täglich: So können Diabetes-Typ-2-Patienten ihren Blutzucker natürlich senken. Dieser kostenlose Ratgeber verrät 7 einfache Übungen mit Sofortwirkung, für die kein Fitnessstudio nötig ist. 7 Diabetes-Übungen kostenlos herunterladen
Parallel gewinnen kontinuierliche Messsysteme an Bedeutung. Ein Ende Mai 2026 mit CE-Kennzeichnung versehenes System ermöglicht erstmals die gleichzeitige Überwachung von Glukose- und Ketonwerten. Solche Technologien helfen, Stoffwechselparameter im Blick zu behalten, die eng mit dem kardiovaskulären Risiko verknüpft sind.
Diabetes als Risikobeschleuniger
Die Forschung lenkt den Fokus verstärkt auf die Verbindung zwischen Diabetes und Herzerkrankungen. Anfang Juni wies die Deutsche Herzstiftung darauf hin: Diabetes erhöht das Risiko für Vorhofflimmern deutlich. Die Folge: ein um 61 Prozent gesteigertes Risiko für einen vorzeitigen Tod.
Um Prädiabetes präziser zu erkennen als mit dem herkömmlichen Body-Mass-Index, wurde Anfang Juni der neue Risikoscore OBSCORE vorgestellt. Entwickelt von der Queen Mary University und dem BIH der Charité, identifiziert er Warnsignale, die oft unterschätzt werden. Dazu zählen Schlafmangel unter sechs Stunden, chronischer Stress, das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) und die Wechseljahre.
Jeder fünfte Deutsche genetisch vorbelastet
Neben Lebensstilfaktoren spielen genetische Voraussetzungen eine entscheidende Rolle. Experten der Charité wiesen im Juni darauf hin: Jeder fünfte Deutsche hat einen genetisch bedingt erhöhten Lipoprotein(a)-Wert. Dieser Wert steigert das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle massiv. Lange Zeit war er medikamentös kaum behandelbar. Neue Therapieansätze befinden sich in der Erprobung und geben Betroffenen neue Perspektiven.
Regionale Daten aus Westfalen zeigen das Ausmaß chronischer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Dortmund waren 2024 über 142.000 Menschen ab 20 Jahren von Bluthochdruck betroffen – fast 30 Prozent der Bevölkerung. Die Kosten für Blutdrucksenker in der Region Westfalen-Lippe beliefen sich zuletzt auf über 339 Millionen Euro.
Wer unter den Nebenwirkungen von Blutdrucksenkern leidet, findet in diesem kostenlosen Report 8 natürliche Maßnahmen zur Blutdrucksenkung. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Werte mit speziellen Atem- und Entspannungsübungen ohne Medikamente verbessern können. Gratis-Report: 8 Maßnahmen gegen Bluthochdruck
Atypische Symptome erkennen
Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, finden im Juni verstärkt Informationsveranstaltungen statt. Fachärzte weisen darauf hin: Neben den typischen starken Brustschmerzen, die länger als 20 Minuten anhalten und in Kiefer oder linken Arm ausstrahlen, treten bei Frauen, Älteren und Diabetikern oft atypische Symptome auf – wie Atemnot oder starke Müdigkeit.
Mitte Juni bietet eine Kampagne in Bad Segeberg kostenlose Fachvorträge zu Ernährung und Herz-Kreislauf-Prävention. Zeitgleich informieren Experten am Universitätsklinikum Jena über die Einsatzmöglichkeiten des Herz-CT. Die medizinische Fachwelt betont: Neben moderner Diagnostik bilden ein gesunder Lebensstil mit täglicher Bewegung, Stressbewältigung und Nikotinverzicht die Basis der Prävention.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
