Zahl der Gasthörer gestiegen - Weiter unter Vor-Corona-Niveau
07.06.2023 - 08:31:19So waren es acht Prozent mehr als im Wintersemester 2021/22, aber 20 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie im Wintersemester 2019/20, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Insgesamt haben 29.600 Gasthörer Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen besucht, im Wintersemester 2021/22 waren es 27.400, im Wintersemester davor 37.200. Im Wintersemester 2020/21, als pandemiebedingt kaum PrÀsenzveranstaltungen angeboten wurden, waren die Gasthörerzahlen um 29 Prozent eingebrochen.
Seitdem sind sie wieder gestiegen. Die Zahl der auslĂ€ndischen Gaststudierenden hat sich im aktuellen Wintersemester im Vergleich zu 2021/22 um 40 Prozent auf 3.600 erhöht, die Zahl der deutschen Gaststudierenden um fĂŒnf Prozent auf 26.000. Der Zuwachs der Gasthörerzahlen vom Wintersemester 2021/22 zum aktuellen Wintersemester 2022/23 erfolgte vor allem in der Altersgruppe ab 60 Jahren. Infolgedessen stieg das Durchschnittsalter auf 49 Jahre, lag aber immer noch deutlich unter dem Wintersemester 2019/20, als die Gasthörer im Durchschnitt noch 53 Jahre alt waren. Der AuslĂ€nderanteil an den Gaststudierenden ist vom Wintersemester 2021/22 zum aktuellen Wintersemester 2022/23 von neun Prozent auf zwölf Prozent angestiegen. Der Frauenanteil stieg gleichzeitig von 48 Prozent auf 49 Prozent. Im Vergleich zu den 2,9 Millionen ordentlich immatrikulierten Studierenden im Wintersemester 2022/23 machten Gaststudierende ein Prozent aus. Diese haben hĂ€ufig einen allgemeinen Zugang zu Lehrveranstaltungen. Bei Gasthörern, die eine spezielle Fachrichtung belegt hatten, waren im Wintersemester 2022/2023 Wirtschaftswissenschaften (2.500 Gaststudierende), Geschichte (2.400), Informatik (2.200) und Philosophie (2.100) die beliebtesten FĂ€cher, so die Statistiker.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


