Zahl, Krebserkrankungen

Zahl der Krebserkrankungen steigt weltweit

01.02.2024 - 12:57:41

Die Zahl der KrebsfĂ€lle weltweit wird nach einer neuen Prognose rasant steigen. Lungen- und Brustkrebs sind die hĂ€ufigsten Diagnosen. DafĂŒr gibt es mehrere Ursachen.

Die Zahl der Krebserkrankungen steigt nach Angaben der Internationalen Agentur fĂŒr Krebsforschung (IARC) weltweit. 2022 seien 20 Millionen neue Krebsdiagnosen gestellt worden, die Zahl werde nach den Prognosen bis 2050 um 77 Prozent auf 35 Millionen pro Jahr zunehmen, berichtete die IARC. Etwa jeder fĂŒnfte Mensch erkranke im Leben an Krebs. Einer von neun MĂ€nnern und eine von zwölf Frauen sterbe daran. 

Verantwortlich fĂŒr den erwarteten Anstieg seien unter anderem der Bevölkerungszuwachs und die Tatsache, dass Menschen immer lĂ€nger leben, so die IARC. Dazu kĂ€men erhöhte Risiken durch VerĂ€nderungen beim Lebensstil. Dabei spielten etwa Tabak- und Alkoholkonsum sowie Fettleibigkeit eine Rolle, ebenso Luftverschmutzung.   

Die Agentur mit Sitz in Lyon in Frankreich gehört zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Zwei Jahre zuvor, 2020, wurden laut einer frĂŒheren IARC-Mitteilung 19,3 Millionen Krebsdiagnosen gestellt. Allerdings betont die Agentur, dass direkte Vergleiche schwierig seien, weil die Methoden der Erhebung immer wieder aktualisiert werden. 

Im Jahr 2022 starben nach Angaben der IARC 9,7 Millionen Menschen an Krebs. Die hÀufigsten Krebsarten seien Lungen-, Brust- und Darmkrebs gewesen. Bei Frauen ist Brustkrebs die verbreitetste Form, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs. Bei MÀnnern war Lungenkrebs die hÀufigste Form, gefolgt von Prostata- und Darmkrebs. Die IARC hat Daten aus 185 LÀndern ausgewertet. 

Meisten Krebs-TodesfÀlle durch Lungenkrebs

Lungenkrebs wurde 2022 bei 2,5 Millionen Menschen diagnostiziert. Das waren 12,4 Prozent aller erfassten KrebsfÀlle. Eine Brustkrebsdiagnose erhielten 2,3 Millionen Frauen, was 11,6 Prozent aller KrebsfÀlle entspricht. Darmkrebs wurde bei 1,9 Millionen Menschen diagnostiziert (9,6 Prozent). Danach folgten in der HÀufigkeit Prostata- und Magenkrebs.

Lungenkrebs war auch fĂŒr die meisten Krebs-TodesfĂ€lle verantwortlich: 1,8 Millionen. Das entspricht nach IARC-Angaben 18,7 Prozent aller Menschen, die 2022 an Krebs starben. 900.000 Menschen starben an Darmkrebs (9,3 Prozent) und 670.000 an Brustkrebs (6,9 Prozent). Die Zahl der Menschen, die fĂŒnf Jahre nach einer Krebsdiagnose noch lebten, lag 2022 laut IARC bei 53,5 Millionen. 2020 lag diese Zahl laut damaliger IARC-Mitteilung bei 50,6 Millionen - aber auch hier gilt: Die Agentur hĂ€lt direkte Vergleiche wegen der stĂ€ndigen Verbesserung der Erhebungsmethoden fĂŒr schwierig. 

@ dpa.de